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Talk in Athens, 30.09. 20:30 @ EMBROS

Lectures and Performance / Oμιλίες και Performance
(In english)
Δευτέρα, 30 Σεπτεμβρίου, 8:30 μ.μ.
@ Free Self-managed Theater EMBROS/ Ελεύθερο Αυτοδιαχειριζόμενο Θέατρο ΕΜΠΡΟΣ

Ο πόλεμος των δεδομένων (data) ενάντια στην επικοινωνία
- Felix Stalder

Η "επανάσταση του Διαδικτύου" συνίσταται ουσιαστικά από δύο επαναστάσεις. Η πρώτη ήταν η επανάσταση της επικοινωνίας, η οποία προώθησε οριζόντια τη συνεργασία και την αποκέντρωση. Υπό το πρίσμα αυτό, ήταν κατά κάποιον τρόπο αναρχίζουσα. Η δεύτερη φάση, στην οποία ζούμε σήμερα, είναι η επανάσταση των δεδομένων (data), η οποία προωθεί ένα νέο καταναλωτισμό, τον κεντρικό έλεγχο πάνω σε big data και δημιουργεί νέες μορφές εξουσίας/ισχύος που βασίζονται στη δυνατότητα πρόβλεψης και διαμόρφωσης περιβαλλόντων. Από πολιτική άποψη, πρόκειται για μια αντεπανάσταση.

Interview on the Internet after Snowden

[Das Interview gibt es auch in Deutsch]

Uschi Reiter: With the Snowden affair the Internet as space for surveillance has reached a wider public. This incident and the excitement it caused hasn’t brought about any major withdrawal from the social network Facebook, for example. What impact does this knowledge of control have on the way we culturally act and communicate on the net?

Felix Stalder: As long as there is no real alternative to the ever expanding parts of the Internet, that act as surveillance spaces, the current discussion about the way we should act on the net will remain quite limited. Cryptoparties and such are more symbolic acts. As long as the infrastructure of surveillance is optimised, creating individualised private spheres later will remain a highly complex matter. So it will always be a minority activity.

On the other hand, what we can see already is a shift in general assumptions. Extensive surveillance is considered normal, defending yourself against it naive. In the case of legal actions taken against Google’s data mining, Google justified itself recently by saying that Gmail users can’t expect that their e-mails and private information will not read and analysed (“a person has no legitimate expectation of privacy in information he voluntarily turns over to third parties”).

Uschi Reiter: Encrypting e-mails and anonymisation services such as Tor is more of practise of geeks. Do you think this practise will spread?

Das Paradox der "sozialen Medien"

Clemens Apprich gab der Springerin (Nr.3/2013) ein schönes Interview zu den "Netzkulturen der 1990er Jahren". Zentrales Thema ist die Hybridisierung von online und offline, und die lokale Spezifität, die sich daraus ergibt. Anlass dazu war die Publikation des Buches "Vergessene Zukunft. Radikale Netzkulturen in Europa", welches wir gemeinsam letztes Jahr herausgeben haben. Das Interview ist leider nicht online, deshalb hier nur als scan (PDF, 1.5 MB).

Architekturen der Kommunikation und Kontrolle

Interview bei BreitbandRadio.de (13.07.2013)

Wir müssen uns Gedanken über die Architektur des Netzes machen, sagt Felix Stalder, Professor für Digitale Kultur und Netzwerktheorien an der Zürcher Hochschule der Künste.

Unsere Daten sind nicht mehr sicher, weder vor der Privatwirtschaft noch vor der Politik. Das ist die Erkenntnis, die wir nun auch aus den Enthüllungen von Edward Snowden ziehen konnten. Der erste Reflex darauf ist: Wir versuchen alles, um uns dieser Kontrolle zu entziehen. Wo man sich umhört, überall geht es um Verschlüsselung. Und: Wir sind kritischer geworden angesichts der Kontrollsysteme der Geheimdienste, die uns jetzt so anschaulich offengelegt worden sind.

Aber können wir durch die Tatsache, dass wir nun mehr wissen über den Umfang staatlicher Kontrolle, auch selbst mehr kontrollieren? Wie viel Kontrolle haben wir überhaupt noch? In München fand gestern eine Tagung zu genau diesem Thema statt. Zu Gast dort war eben auch Felix Stalder.

Interview anhören (6'08'') oder MP3 Download (5.5mb)

three concurrent struggles

At the moment, i think in the West (core and periphery) we can distinguish between three struggles in advanced stages.

One is against authoritarian regimes that force a closed set of values on their increasingly diverse societies. Within these societies, a new mind set is emerging that values, understands and can deal with this diversity.

Another one is against the subversion of the democratic processes through the capture of the traditional institutions of liberal democracy by financial markets, which includes the fight against austerity policies and the invention of new democratic institutions redrawing the balance between participation and representation.

And, one is against the increasing subversion of civil liberties through the militarization of the state. This process is certainly the most advanced in the US, and so is the resistance against also mainly coming from the US. However, not from organized interests, but from brave individuals who cannot tolerate the contradiction between what they are supposed to do (defend liberty) and what they are actually doing (destroy liberty).

Of these three, I think the first one we can win and many many people in networks like this and places too numerous to count are working on this. This is what the Internet was made for, particularly those layers that we all can access (aka the "front end of the internet")

The second one is really hard, but also manageable. Perhaps not winning, but it can redraw the balance of forces. The contradictions evident in society can be mobilized by us. A lot of people are working on this too, and there is an increasing mood, from what I understand, that the next step (for social movements) is about creating institutions that can realize the promises we all see.

Autorschaft ohne Urheberschaft

Meine Präsentation an der Tagung "Kultur als Software" (10/11.05.) zu Dirk v. Gehlens neuem Buch "Eine Neue Version ist Verfügfar. Zentrale Idee ist, dass wir neue Formen der Autorschaft von der Idee der Urheberschaft (der Idee am Anfang zu stehen) lösen müssen, aber auch lösen können, ohne irgendwie im Kollektiv oder Schwarm zu verschwimmen. Mit anderen Worten, Autorschaft rückt vom Anfang ins die Mitte des kreativen Prozesses.

Ein Anderes oder keines: Urheberrecht am Wendepunkt

Präsentation vor ParlamentarierInnen in Bern, organisiert durch die parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit.

Update: Hier noch der Bericht über die Veranstaltung, inkl. aller Präsentationen und der Diskussion als Video.

Instrastrukturen des Sozialen Netz: Straße, Karte und selbstfahrendes Auto in einem

Mein Beitrag in der Berliner Gazette zu den Machtverhätnissen in den Infrastrukturen des Netzes.

Das heutige Internet bietet „out-of-the-box“, und dazu noch meistens kostenlos, sehr viel Organisationsfähigkeit an. Alles ist leicht zugänglich und leicht zu benutzen, aber dennoch erstaunlich effektiv und ermöglicht Menschen und Handlungen in einer Masse zu organisieren, für die noch vor kurzem eine große, teure bürokratische Organisation notwendig gewesen wäre.

Die Idee des „Organisierens ohne Organisation“ (Clay Shirky) atmet jenen optimistischen Geist, der das Netz nach wie vor umgibt: die Vision einer transparenten, auf weitgehender Freiwilligkeit beruhenden Gesellschaft, die Utopie der semiotischen Demokratie, der Fähigkeit der UserInnen, Neues zu kreieren, es zu teilen und am öffentlichen kulturellen Diskurs teilzunehmen. Es ist der sich immer wieder erneuernde Traum des Internets.

Die leichten, flexiblen Organisationen sind eine Realität, eine erfreuliche sogar. Aber sie sind nur die Hälfte der Gleichung und das Gerede davon ist sehr problematisch. Denn die Idee selbst maskiert die andere Hälfte der Gleichung, nämlich dass sehr viele der Ressourcen des Organisierens aus den Organisationen ausgewandert sind und in die Infrastruktur selbst verlagert wurden.

Der ganze Beitrag in der Berliner Gazette

Zur Bestimmung der Freiheit in freier Kultur

Dossier_WP

Die Bundeszentrale für Politische Bildung hat so eben hier Dossier Wikipedia aufgeschaltet. Es enthält über 20 Beiträge zu den Themen: Geschichte / Machtstrukturen / Globalisierung von Wissen / Journalismus / (Politische) Bildung / Wissenschaft.

Im dem Bereich Machtstrukturen ist auch mein Betrag zu finden: Zur Bestimmung der Freiheit in freier Kultur" Der Text schliesst mit folgender Überlegung:

Die Freiheit der freier Kultur

Als eine erste Annäherung, um den Charakter eines "freien" Projekts zu beurteilen, kann es also hilfreich sein, sich zu fragen, wie der Handlungsspielraum der Nutzer und der Produzenten innerhalb des Projekts konfiguriert ist. Welche Möglichkeiten haben sie, zwischen den verschiedenen Rollen zu wechseln? Wer bestimmt die Regeln und deren Anwendung? Diese Fragen wiederum haben sowohl juristische wie auch technische Dimensionen, und sie sind in konkrete organisatorische und kulturelle Praktiken eingebettet.

The Author at the End of the Gutenberg Galaxy

I just finished my talk at Former West, a contemporary art research, education, publishing, and exhibition project (2008–2014). Below are my slides. The talk was also recorded. Perhaps it will be made available later. Nothing I can influence.

Afterwards, there was a great discussion with Katja Mayer and Theo Röhle on "Rankings and Cartels. Self-Optimization in Quantified Knowledge Environments".