Digitale Verschlüsselung "Essenziell für das Funktionieren einer Gesellschaft" (Interview)

Nach den Snowden-Enthüllungen schien die Sache klar: Die Digitale Agenda der Bundesregierung propagierte die noch bessere Verschlüsselung unserer Daten. Doch jetzt will der Innenminister größeren Zugriff. Diese Forderung nach dem Eintritt durchs Hintertürchen wird sich nicht umsetzen lassen, meint der Medienwissenschaftler Felix Stalder.

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Springerin: Kritische Netzpraxis (01/2015)

Update 30.01.2015: Summary of the panel discussion for the presentation of this issue, wiht Zoran Pantelic, Marina Grzinic, Konrad Becker, MAK 20.01.2013

Die neue Ausgabe der Zeitschrift springerin, hefte für gegenwartskunst, zum Schwerpunktthema "Kritische Netzpraxis" wurde als Zusammenarbeit von springerin und uns vom World-Information Institute realisiert.

Der Diskurs über kritische Netzpraktiken wird seit Langem von einer Vielzahl von Instanzen und – anfangs oft „illegitimen“, ja außerinstitutionellen – Akteuren geführt. Eine der wichtigsten Vermittlungsplattformen, etwa zeitgleich mit der springerin entstanden, ist das Institut für neue Kulturtechnologien (Public Netbase – t0), später umbenannt in World-Information Institute. Nachdem sich dessen Gründung kürzlich zum 20. Mal jährte, wollen wir in dieser gemeinsam konzipierten Ausgabe die wichtigsten Stationen und Entwicklungslinien des anhaltenden Netzdiskurses aufrollen.

Everything is Connected, Panel Discussion

Panel Discussion, Elevate Festival, 2014
In this panel conversation the various topical threads of Elevate's discourse programme will be brought together. Starting with an analysis of the current situation, tangible paths into a solidary future will be discussed. Representatives of different perspectives will talk about the required socio-ecological change, the possible makeup of future societies, and the necessary steps to create them.

Amy Goodman is concerned with the role of the media in social transformation, Nafeez Ahmed has a comprehensive understanding of the various crises, Felix Stalder focuses on the implications and ambivalence of new technologies, Friederike Habermann speaks from the perspective of social movements and Silke Helfrich will represent the idea of the commons as an alternative model for the organization of society. The panel will address questions such as: Where can we start? What are the challenges and how can we meet them? Which forward-looking projects and movements can we become a part of?

Moderation: Josef Obermoser (Crossroads, FORUM STADTPARK)

Reality is the Next Big Thing, Panel Discussion

Update 27.01.2015. David Charles has published, great extensive summaries Who Will Cook Capitalism?; Can Capitalism and Democracy Co-Exist?; Power and “Social Gravity”; Data Distasters

It is generally known that, while we engage with social media platforms, all data is stored and meticulously analyzed to eventually bring corporations, intelligence agencies and governments enormous profits and to increase their power. In the future, Internet giants like Google will earn money simply from knowing every detail about their users and their daily-lives. The venue of this business model is no longer the virtual world, but the real world. Fiber optic lines, drones, Google Glass, intelligent clothing, robots and automated vehicles serve only one clear goal: to gain direct access to our lives.

Solidarity In The Euro-Crisis (Slow Politics Conference, Berlin 11.2014)

SLOW POLITICS investigated perspectives for a precarious generation that is deeply concerned about its rights, liberties and privileges: How can a communal feeling arise in Europe if national self-interests prevail? How can we practice transparency if secret services are booming beyond public control? How can our mobile societies restore inner peace if migrants are always "the others"? How can we save the environment if consumerism and economics remain rampant? 

What happens to free access to culture and knowledge if public institutions continue crumbling? On its third day of Public Talks SLOW POLITICS dealt with these future concerns in five panels and explored the common denominator linking all these issues.


Technopolitics Salon „Die post-anthropologische Kondition?“

"Nicht der Algorithmus ist pervers, sondern die Situation in der er lebt."

Die Technowissenschaften haben ein Niveau erreicht, das es ihnen ermöglicht, Natur nicht nur zu erforschen oder zu verstehen, sondern aktiv zu gestalten. Der Salon Technopolitics stellt sich die Aufgabe, die Black Box des Fortschritts zu öffnen. Lassen sich aus der Analyse der Gegenwart die zukünftigen Entwicklungslinien des informationsgesellschaftlichen Paradigmas ableiten? Was kommt nach der Informationsgesellschaft, etwa ein „Grüner Kapitalismus“? Diesen Fragen stellen sich die feministische Science-Studies-Autorin Jutta Weber (Paderborn), der Künstler und Forscher Gerald Nestler (Wien/London) und Netzkultur-Theoretiker Felix Stalder (Zürich/Wien) durch Keynote-Vorträge. In der zweiten Hälfte des Abends werden die Themen diskutiert, unter Beteiligung des Technopolitics-Arbeitskreises, mit Freunden, Bekannten und Publikum. Eingeführt und moderiert wird der Abend von Technopolitics-Gründer Armin Medosch.

Mein Vortrag: "Politik der Alogrithmen" beginnt bei 11:30 und dauert ca 25 Minuten.
@"Vienna Open", organisiert durch Technopolitics.

Der Hacker als Produzent (Buchkapitel)

Update, 11.02.2014 Unter dem, eigentlich viel besseren, Titel "Autorschaft und Freiheit" bei den Freunden in der Berliner Gazette republiziert.

Soeben erschienen! "Hacking" (Edition Digital Culture 2). Herausgegeben von Dominik Landwehr, Migros Kulturprozent & Christoph Merian Verlag Basel, Okt. 2014. Mit Beiträgen von: Hannes Gassert, Verena Kuni, Claus Pias, Felix Stalder und Raffael Dörig. Hier ist meiner.

Künstler und Hacker sind beides zeitgenössische Typen eigenwilliger Autorschaft. Sie verkörpern auf unterschiedliche Art, Ansätze was es heisst, heute als autonomer Produzent, und nicht etwa als Auftragnehmer, tätig zu sein. Als Grundlage ihrer Autonomie entwerfen sie jedoch sich diametral widersprechende Vorstellung von Freiheit. Für den Künstler steht Freiheit im emphatischen Sinn am Anfang seiner Arbeit. Diese Freiheit rechtfertigt oder erfordert gar einen demiurgischen Akt der Setzung, aus dem heraus sich die Arbeit entfaltet und der die enge Verbindung zwischen „Autor“ und „Werk“ begründet. Der Hacker hingegen beginnt mit der Erfahrung grösster Unfreiheit. Die Arbeit des Hackers entfaltet sich in der Auseinandersetzung mit einem übermächtigen System,1 in dem, auf den ersten Blick, alle Handlungsoptionen (fremd)bestimmt sind. Sich dennoch Momente der Freiheit zu erobern, ist das Ziel des Hackers.

Erinnern und Vergessen. Die Macht der Suchmaschinen

Suchmaschinen sind nicht mehr wegzudenken. Sie sind Pforten ins Internet, die entscheiden, was wir wissen, lernen, kaufen, buchen oder erst gar nicht zu Gesicht bekommen.

Wie funktioniert eigentlich eine Suchmaschine: Nach welchen Regeln setzt sie für uns die Wirklichkeit zusammen, und wie stößt sie im Deep Web auf ihre Grenzen? Warum ist Googles marktbeherrschende Stellung ein Problem? Ist es sinnvoll, ein Recht auf Vergessenwerden durchzusetzen? Und was für Alternativen und Ansätze gibt es, die Suche im Netz auf ein anderes Fundament stellen?

Philip Banse diskutiert auf Breitband Radio mit Wolfgang Sander-Beuermann, Projektleiter des Suchmaschinen-Labor, Niko Härting, Anwalt für Medien- und Internetrecht und mir.

(53min) (download)

Die neue Volkskultur im Internet

Was haben Hirschhorns Kunst und die singende Nyan-Cat auf Youtube gemeinsam? Beides sind Formen des Remixes. Mix und Remix sind künstlerische Praktiken, die uns vor allem aus der Musik vertraut sind. Sie tauchen aber in verschiedensten Kunstsparten auf und finden in der Volkskunst des Internets, den Memen, ihren besonderen, modernen Ausdruck.

Aus: Pro Helvetia, Passagen, Nr.62/1, 2014 PDF // English version "The New
Folk Art of the Internet" PDF
// version francaise "L’art populaire revisité" PDF

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