three concurrent struggles

At the moment, i think in the West (core and periphery) we can distinguish between three struggles in advanced stages.

One is against authoritarian regimes that force a closed set of values on their increasingly diverse societies. Within these societies, a new mind set is emerging that values, understands and can deal with this diversity.

Another one is against the subversion of the democratic processes through the capture of the traditional institutions of liberal democracy by financial markets, which includes the fight against austerity policies and the invention of new democratic institutions redrawing the balance between participation and representation.

And, one is against the increasing subversion of civil liberties through the militarization of the state. This process is certainly the most advanced in the US, and so is the resistance against also mainly coming from the US. However, not from organized interests, but from brave individuals who cannot tolerate the contradiction between what they are supposed to do (defend liberty) and what they are actually doing (destroy liberty).

Of these three, I think the first one we can win and many many people in networks like this and places too numerous to count are working on this. This is what the Internet was made for, particularly those layers that we all can access (aka the "front end of the internet")

The second one is really hard, but also manageable. Perhaps not winning, but it can redraw the balance of forces. The contradictions evident in society can be mobilized by us. A lot of people are working on this too, and there is an increasing mood, from what I understand, that the next step (for social movements) is about creating institutions that can realize the promises we all see.

Autorschaft ohne Urheberschaft

Meine Präsentation an der Tagung "Kultur als Software" (10/11.05.) zu Dirk v. Gehlens neuem Buch "Eine Neue Version ist Verfügfar. Zentrale Idee ist, dass wir neue Formen der Autorschaft von der Idee der Urheberschaft (der Idee am Anfang zu stehen) lösen müssen, aber auch lösen können, ohne irgendwie im Kollektiv oder Schwarm zu verschwimmen. Mit anderen Worten, Autorschaft rückt vom Anfang ins die Mitte des kreativen Prozesses.

Ein Anderes oder keines: Urheberrecht am Wendepunkt

Präsentation vor ParlamentarierInnen in Bern, organisiert durch die parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit.

Update: Hier noch der Bericht über die Veranstaltung, inkl. aller Präsentationen und der Diskussion als Video.

Instrastrukturen des Sozialen Netz: Straße, Karte und selbstfahrendes Auto in einem

Mein Beitrag in der Berliner Gazette zu den Machtverhätnissen in den Infrastrukturen des Netzes.

Das heutige Internet bietet „out-of-the-box“, und dazu noch meistens kostenlos, sehr viel Organisationsfähigkeit an. Alles ist leicht zugänglich und leicht zu benutzen, aber dennoch erstaunlich effektiv und ermöglicht Menschen und Handlungen in einer Masse zu organisieren, für die noch vor kurzem eine große, teure bürokratische Organisation notwendig gewesen wäre.

Die Idee des „Organisierens ohne Organisation“ (Clay Shirky) atmet jenen optimistischen Geist, der das Netz nach wie vor umgibt: die Vision einer transparenten, auf weitgehender Freiwilligkeit beruhenden Gesellschaft, die Utopie der semiotischen Demokratie, der Fähigkeit der UserInnen, Neues zu kreieren, es zu teilen und am öffentlichen kulturellen Diskurs teilzunehmen. Es ist der sich immer wieder erneuernde Traum des Internets.

Die leichten, flexiblen Organisationen sind eine Realität, eine erfreuliche sogar. Aber sie sind nur die Hälfte der Gleichung und das Gerede davon ist sehr problematisch. Denn die Idee selbst maskiert die andere Hälfte der Gleichung, nämlich dass sehr viele der Ressourcen des Organisierens aus den Organisationen ausgewandert sind und in die Infrastruktur selbst verlagert wurden.

Der ganze Beitrag in der Berliner Gazette

Zur Bestimmung der Freiheit in freier Kultur

Dossier_WP

Die Bundeszentrale für Politische Bildung hat so eben hier Dossier Wikipedia aufgeschaltet. Es enthält über 20 Beiträge zu den Themen: Geschichte / Machtstrukturen / Globalisierung von Wissen / Journalismus / (Politische) Bildung / Wissenschaft.

Im dem Bereich Machtstrukturen ist auch mein Betrag zu finden: Zur Bestimmung der Freiheit in freier Kultur" Der Text schliesst mit folgender Überlegung:

Die Freiheit der freier Kultur

Als eine erste Annäherung, um den Charakter eines "freien" Projekts zu beurteilen, kann es also hilfreich sein, sich zu fragen, wie der Handlungsspielraum der Nutzer und der Produzenten innerhalb des Projekts konfiguriert ist. Welche Möglichkeiten haben sie, zwischen den verschiedenen Rollen zu wechseln? Wer bestimmt die Regeln und deren Anwendung? Diese Fragen wiederum haben sowohl juristische wie auch technische Dimensionen, und sie sind in konkrete organisatorische und kulturelle Praktiken eingebettet.

The Author at the End of the Gutenberg Galaxy

I just finished my talk at Former West, a contemporary art research, education, publishing, and exhibition project (2008–2014). Below are my slides. The talk was also recorded. Perhaps it will be made available later. Nothing I can influence.

Afterwards, there was a great discussion with Katja Mayer and Theo Röhle on "Rankings and Cartels. Self-Optimization in Quantified Knowledge Environments".

Kulturelle Produktion und Mediennutzung im Alltag (Interview, Futurezone.at)

Interview mit der Futurezone zur kultureller Produktion und Mediennutzung im Alltag, was Thema der kürzlich veröffentlichen Studie für die Arbeiterkammer Wien war.

Mediennutzung, die über reinen Konsum hinausgeht, finde heute vielfach in einer rechtlichen Grauzone oder in der Illegalität statt, sagt der Medientheoretiker Felix Stalder. "Viele Handlungen, die gesellschaftlich wünschenswert wären, unterbleiben deshalb", meint Stalder im Gespräch mit der futurezone.at: "Es geht viel Potenzial verloren."

Ganzes Interview hier lesen

Kulturelle Produktion und Mediennutzung im Alltag

Jetzt erschienen: unsere Studie "Kulturelle Produktion und Mediennutzung im Alltag: urheberrechtliche Problemfelder und politische Lösungsperspektiven", die wir für die Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien, verfasst haben.

Die Studie fokussiert auf kreative Handlungen in verschiedenen Feldern des Alltags – etwa im Bereich der Bildung, der Freizeit oder des zivilgesellschaftlichen Lebens – und daraus entstehende Risiken, die viele der wünschenswerten Potentiale der Digitalisierung im Alltag behindern oder ganz blockieren.Um diese Blockade zu lösen, eicht es nicht, an der bestehenden Konstruktion des Urheberrechts einige Details anzupassen. Vielmehr stehen wir vor einer grundsätzlichen Frage: Wollen wir die Kreativität und Kommunikationsfähigkeit breiter Bevölkerungsschichten befördern?

Sollte die Antwort mit JA ausfallen – und wir sind überzeugt, dass wir als Gesellschaft dieses Potential fördern müssen – dann stehen größere Reformen am Urheberrecht an. Die Notwendigkeit dafür ins Blickfeld zu rücken und politische Perspektiven für die Diskussion zu entwickeln ist das Ziel der Studie.

Die ganze Studie kann hier online eingesehen werden (pdf, 102 kb)

"Was ich nicht finde, fehlt mir nicht" (interview taz.de)

Jeder Nutzer bekommt bei Google personalisierte Treffer angezeigt. Der Medientheoretiker Felix Stalder fragt sich, woher das Unternehmen weiß, was das Beste für einen ist. (Interview: Svenja Bergt, 15.2.2013)

Neun Thesen zum Remix (Interview)

Interview mit dem Bayrischen Rundfunk (Autor: Matthias Leitner. 11.02.2013, 11 Min.)
Digitale Kultur, Netzpolitik und Remix-Kultur sind Steckenpferde von Felix Stalder. 2009 hat er "Neun Thesen zur Remix-Kultur" veröffentlicht. Eine davon: "Der Remix senkt die Hürde der Produktion und erweitert den Kreis der Produzenten". Wir sprechen mit ihm über den kulturellen Einfluss der Filesharingplattform "The Pirate Bay", über aktuelle Entwicklungen und wie aus Kultur-Recycling Neues entsteht.