authorship

Monkeys, Profiles and Collectivities of Difference

This is a bit of an experimental format. The audio of the talk delivered last October is set to the slides. Since the slides are quite visual and should produce another layer of meaning, I hope this is more interesting than simply the audio. Let me know, what you think. More information on the conference (re)constructing authorship" at Akademie Schloss Solitude.

monkeys, profiles and collectivities of difference


These are my slides from my opening talk for the conference "(re)constructing authorship" at Akademie Schloss Solitude. They are very visual, not much text, so if you look at them, make the presentation full screen and use it as a tool for free thinking through associations.

22.10. (Re)Constructing Authorship (Keynote) (Stuttgart)

22. Oktober 2015 20:00 - 24. Oktober 2015 18:00
symposium, Akademie Schloss Solitude

Das kontinentaleuropäische Konzept der Autorschaft als Schöpfung literarischer oder künstlerischer Werke und dem damit verbundenen Anspruch auf geistiges Eigentum hat seinen Ursprung im England des frühen 18. Jahrhunderts und der französischen Revolution.

Seitdem wird der Autor nicht mehr als nur einer unter zahlreichen anderen Handwerkern betrachtet, der an der Schaffung eines Werks beteiligt ist: Mit der autonomen Erschaffung von Ideen und Texten kam dem Autor eine besondere Funktion im Produktionsprozess zu. Der Originalitätsstatus fungierte seither als Grundlage legislativer Maßnahmen zum Schutz autorschaftlicher Leistung, die sowohl eine Deformierung der Werke als auch deren wirtschaftliche Ausbeutung verhindern sollte.

Hackers as Producers. Authorship and Freedom

This essay was published in "Hacking" (Edition Digital Culture 2). Edited by Dominik Landwehr, Migros Kulturprozent & Christoph Merian Verlag Basel.

Artists and hackers both represent contemporary types of unconventional authorship. In their own respective ways, they both appear as autonomous producers and not as contractors. Their autonomy is based on an aspiration towards individual freedom, but they each justify this in completely different ways. In an emphatic sense, freedom is the foundation of an artist’s work. This freedom legitimates or even demands a demiurgic act of positioning from which the work then unfolds – and it justifies the close relationship between “author” and “work”. In contrast, a hacker begins by experiencing an absolute dearth of freedom. His work unfolds while dealing with an omnipotent system1 in which all options for action are predetermined. The hacker’s goal is to seize hold of moments of freedom anyway.

Der Hacker als Produzent (Buchkapitel)

Update, 11.02.2014 Unter dem, eigentlich viel besseren, Titel "Autorschaft und Freiheit" bei den Freunden in der Berliner Gazette republiziert.

Soeben erschienen! "Hacking" (Edition Digital Culture 2). Herausgegeben von Dominik Landwehr, Migros Kulturprozent & Christoph Merian Verlag Basel, Okt. 2014. Mit Beiträgen von: Hannes Gassert, Verena Kuni, Claus Pias, Felix Stalder und Raffael Dörig. Hier ist meiner.

Künstler und Hacker sind beides zeitgenössische Typen eigenwilliger Autorschaft. Sie verkörpern auf unterschiedliche Art, Ansätze was es heisst, heute als autonomer Produzent, und nicht etwa als Auftragnehmer, tätig zu sein. Als Grundlage ihrer Autonomie entwerfen sie jedoch sich diametral widersprechende Vorstellung von Freiheit. Für den Künstler steht Freiheit im emphatischen Sinn am Anfang seiner Arbeit. Diese Freiheit rechtfertigt oder erfordert gar einen demiurgischen Akt der Setzung, aus dem heraus sich die Arbeit entfaltet und der die enge Verbindung zwischen „Autor“ und „Werk“ begründet. Der Hacker hingegen beginnt mit der Erfahrung grösster Unfreiheit. Die Arbeit des Hackers entfaltet sich in der Auseinandersetzung mit einem übermächtigen System,1 in dem, auf den ersten Blick, alle Handlungsoptionen (fremd)bestimmt sind. Sich dennoch Momente der Freiheit zu erobern, ist das Ziel des Hackers.

Die neue Volkskultur im Internet

Was haben Hirschhorns Kunst und die singende Nyan-Cat auf Youtube gemeinsam? Beides sind Formen des Remixes. Mix und Remix sind künstlerische Praktiken, die uns vor allem aus der Musik vertraut sind. Sie tauchen aber in verschiedensten Kunstsparten auf und finden in der Volkskunst des Internets, den Memen, ihren besonderen, modernen Ausdruck.

Aus: Pro Helvetia, Passagen, Nr.62/1, 2014 PDF // English version "The New
Folk Art of the Internet" PDF
// version francaise "L’art populaire revisité" PDF

Neues Buch! Der Autor am Ende der Gutenberg Galaxis

Mein neues Buch ist erschienen. Es ist eine Sammlung von neun Aufsätzen, zu den Themen "Kultur der Netzwerkgesellschaft", "Autorschaft und Urheberrecht" und "Commons". Besonders freut mich die Zusammenarbeit mit dem Verlag Buch & Netz, der neue Wege geht, um Buch- und online Publikation zusammen zu bringen. Ganz ohne DRM oder andere technische Schranken, sondern Creative Commons lizenziert.

Zum Buch, zum Inhaltsverzeichnis, zur Einleitung

Urheberrecht - Wenn das Recht kunstfeindlich wird

Kurzer Beitrag zu Problemen des Urheberrecht im Kunstsystem (Kunstbulletin, 1/2.2014)

Das Gros der Kunstschaffenden konnte es sich lange leisten, sich nur am Rande mit dem Urheberrecht zu beschäftigen. Dennoch, das Thema ist auch im Kunstbereich virulent, wenn auch vielleicht subtiler als anderswo. Drei Probleme stechen hervor: (Selbst-)Zensur, die Behinderung etablierter Kulturinstitutionen und Kunstschaffende als Propaganda­figuren.

Der ganze Beitrag online auf Kunstbulletin.ch oder hier als PDF.

Who is afraid of the remix? Art practice after copyright (lecture)

Lecture (86 min, including discussion) @ hexagram, concordia university, montreal, 5.11.2013

Thanks to Thomas Kneubühler for the excellent organization! What a pleasure!

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