interview

Digitale Demenz: Jetzt entspannt euch mal!

Ein Beitrag der Sendung Kulturplatz, Schweizer Fernsehen DRS, zum Thema "Digitale Demenz". Manfred Spitzer deutet das Navi als Zeichen des mentalen Niedergangs, ich seinen Kulturpessimismus als gutes Marketing in Zeiten der Krise.

kulturplatz vom 24.10.2012

Kulturplatz vom 24.10.2012

Google-Ranking: Herabstufung ist „Zensur light“

Ein kurzes Interview auf irghts.info zu neuen Praxis von Google, Seiten die mit vielen Urheberrechtsbeschwerden eingedeckt werden, im Ranking nach hinten zu verbannen.

Google stuft seit kurzem Webangebote in den Suchergebnissen herunter, die wegen Urheberrechtsverletzungen auffallen. „Google verändert damit seinen Charakter“, beobachtet der Internettheoretiker Felix Stalder. .... „Es macht nicht mehr die Welt zugänglich, wie sie - mit all ihren Konflikten - ist, sondern eine Welt, die einflussreiche Kräfte gerne möchten.“

Gratiskultur im Internet "Das Publikum wird Teil der Produktion"

Verlage, Musikindustrie und Künstler wehren sich verstärkt gegen eine "Kostenloskultur" im Internet. Sie setzen aber auf falsche Ideen, meint Kulturwissenschaftler Felix Stalder im Interview mit tagesschau.de. Denn die alten Bezahlmodelle seien am Ende - die Zukunft der Kultur liege im Schwarm.

tagesschau.de: Die Erfindung des modernen Buchdrucks gilt als wichtigster Meilenstein auf dem Weg in die Wissensgesellschaft. Als was wird die digitale Vervielfältigung von Informationen, Musik, Bildern in die Geschichte eingehen?

Felix Stalder: Das wird wohl als ein ähnlicher Moment in die Geschichte eingehen. Es hat fundamental das Verhalten verändert, wie wir Informationen suchen, finden und sie weiter verarbeiten. Bislang waren wir als Leser oder Zuhörer dazu verdammt, passiv zu konsumieren. Durch die neuen Medien verschwimmen die Rollen zwischen Autor und Publikum und Zuhörer aber immer mehr.

tagesschau.de: Mit welchen Folgen?

Stalder: Wir erleben es immer häufiger, dass Fans zum Beispiel in der Musik Elemente eines Liedes nehmen und davon Remixe erstellen, sie zu eigenen Werken machen. Das hat nicht notwendigerweise professionelles Niveau, aber es verändert die Beziehung zwischen Künstler und Publikum.

"Es geht um die freie Nutzung von Inhalten"

tagesschau.de: Bedeutet frei zugänglich denn auch gleich gratis?

Peter Purgathofer spricht mit... mir!

Der Postcast des Gesprächs mit Peter Purgatofer ist online. Es ist die 10. Folge seiner lohnenswerten, ausführlichen Gespräche zu "gesellschaftlichen Spannungsfeldern der Informatik".

Das Gespräch war eines von denen, die für mich direkten Einfluss auf die Lehrveranstaltung haben werden; einige der angesprochenen Zusammenhänge waren mir in dieser Form noch nicht bewusst, und die Phrase "standing on the heads of many many dwarfs" (statt "standing on the shoulders of giants") wird mein argumentatives Handwerkszeug bereichern.

Eigentlich wollte ich mit Felix Stalder ja über Privacy, Google, Facebook und Überwachung reden, weil ich da einen wirklich interessanten und durchaus provokativen Artikel von ihm gelesen haben, aber dazu sind wir nicht gekommen, wir sind beim Copyright hängen geblieben. Ausgehend von der unglücklichen »Kunst hat Recht«-Initiative haben wir Geschichte, Funktionsweise, Veränderung und das notwendige Ende von Copyright in der heutigen Form diskutiert. Vielleicht findet sich in der zweiten Staffel (LOL) ja Zeit für noch ein Gespräch mit Felix Stalder.

Download mp3 (86 MB, 93 Min)

oe1: Digital Leben: Der Kampf ums Urheberrecht

Interview zum Thema: Warum ist das Urheberrecht plötzlich so umstritten? (4:30, 1.1. MB), gesendet am 26.03.2012.

Anfang dieses Jahres hat die Kampagne "Kultur hat Recht" die Urheberrechtsdiskussion auch nach Österreich gebracht: Es sei leicht geworden, sich Kunst einfach zu nehmen, die Gratiskultur im Internet führe dazu, dass wenige Kunstschaffende von ihrer Arbeit leben können, klagen die Verwertungsgesellschaften und fordern den Schutz ihrer Rechte und das Verfolgen von Urheberrechtsverletzungen im Internet. "Everything is a remix" - Internetüberwachung ist keine Lösung" lautet die Replik auf die Kampagne. Julia Gindl über das Urheberrecht in der Krise.

ACTA Proteste und die Perspektiven der Netzpolitik jenseits des Netzes

Die Schweizer Wochenzeitung bringt heute ein ausführliches Interview zu den ACTA Protesten und deren Potential jenseits der engen Grenzen der Netzpolitik.

«Linke Parteien verschlafen eine Chance»
Um die Vorherrschaft über die digitale Kultur wird heftig gestritten. Mit den Acta-Protesten ist der Kampf in der breiten Öffentlichkeit angekomm­en. Für den Schweizer Medientheoretiker Felix Stalder weist dieser weit über das Internet hinaus. Und er bietet Möglichkeiten für eine soziale und solidarische Politik.

Die Tücken von Suchmaschinen wie Google und Bing

TV Interviews haben auch so ihre Tücken.... Naja, here we go....

TV Deutsche Welle: 27.02.2012 | 04:04 Min.
Die Tücken von Suchmaschinen wie Google und Bing

Viele Internetnutzer gehen davon aus, dass Suchmaschinen neutral arbeiten - ein Irrtum. Jeder User bekommt individuelle Ergebnislisten. Die Suche wird auf den User zugeschnitten - und das hat nicht nur Vorteile.

Das Video ist hier (autostart lässt sich nicht blockieren, deshalb hier nicht eingefügt)

Die Macht der Algorithmen? Radio Diskussion DRS, 27.1.2012

Schränkt das Internet unseren Horizont ein? (Reuters)

Geben zwei Benutzer bei Google dasselbe Stichwort ein, erhalten sie oft unterschiedliche Antworten. Die Suchmaschine richtet ihre Vorschläge zunehmend nach den vermeintlichen Bedürfnissen des jeweiligen Users aus. Im deutschsprachigen Feuilleton ist darüber eine heftige Kontroverse entbrannt.

Der Zufall sei in Gefahr, unsere Privatheit sowieso und vielleicht sogar die Demokratie. Was ist dran an solchen Befürchtungen?

Darüber diskutieren die Berliner Bloggerin und Journalistin Kathrin Passig und der Internet-Theoretiker Felix Stalder von der Zürcher Hochschule der Künste.

Hören (27:09 Min)
Download (mp3, 13 mb)

Diskussion zu "Kunst hat Recht", oe1 Kulturjournal 26.01.2012

Als Folge unserer Replik (Standard.at 25.01) auf die naïve und fehlgeleitete Initiative "Kunst hat Recht" wurde ich zu einer Studiodiskussion (oe1 Kulturjournal, 26.01.2012) mit Gerhard Ruiss, einem der Initiatoren der Kampagne, eingeladen. Wem "naïv" und "fehlgeleitet" zu polemisch erscheinen, der ist eingeladen, das Interview anzuhören. Da spricht sich Ruiss etwa für ACTA und ähnliche Massnahmen aus (fehlgeleitet), aber betont gleichzeitig, dass er gegen Netzsperren etc sei (naïv). Das gehört zur Kategorie "Schwimmen ohne nass zu werden."

Tina Leisch hat heute einen sehr guten Kommentar auf Standard.at zur Diskussion veröffentlicht. Ihr Fazit:

Ja, und eine Bitte an alle die KünstlerInnen, die die Kampagne "Kunst hat Recht" unterschrieben haben, aber noch ein Che-Guevara-Leiberl im Kasten liegen haben: Bitte ganz schnell entsorgen, ohne dass es wer sieht. Sonst sind Sie völlig unglaubwürdig! Oder zumindest sofort Lizenzgebühren an die Österreichisch-Kubanische Gesellschaft überweisen (Erste Bank, BLZ 20111, Kto-Nr. 297 238 701 00).

Update 05.02.2012. Unser Kommentar im Standard hat eine sehr heftige Antwort der Initiatoren ausgelöst. In einem öffentlichen Brief haben sie unseren Beitrag als "sonders perfide" bezeichnet und eine der AutorInnen direkt angegriffen. Hier der offene Brief und die Replik darauf.

TV Diskussion zu Wikileaks und Leaks im allgemeinen

servus_tv

Thema: Top Secret a.D. - Wie gefährlich ist die Wahrheit? Eine Diskussionsrunde zu Wikileaks und den Rolle staatlicher Geheimnisse in der Demokratie, Sendung vom 20.01.2011 | Dauer 90 Minuten. Die Sendung ist in der Mediathek als Stream abrufbar.

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