Vortrag im Rahmen der Reihe »Les jeudis de l’Institut historique allemand«

12.12. 18:00: Deutsches Historisches Institut, Paris

Felix Stalder (Zürcher Hochschule der Künste), Das Generative der Künstlichen Intelligenz

Kommentar: Alexandre Gefen (CNRS/Thalim)

Generiert von Google Gemini, 21.02.2024 Generiert von Google Gemini, 21.02.2024

Künstliche Intelligenz (KI), insbesondere die Statistik-basierten Ansätze des Machine Learning werden oft als Technologien der Repräsentation verstanden. Das bedeutet, dass sie durch Mustererkennung, besonders auch da, wo andere Methoden der Erkenntnis nicht anwendbar sind, ermöglichen, Aussagen über die Welt zu tätigen. Das versprach bereits »Big Data« um die Jahrtausendwende. Künstliche Intelligenz radikalisiert dieses Versprechen.

Felix Stalder ergänzt diese kritischen Perspektiven in seinem Vortrag und rückt das »Generative« der künstlichen Intelligenz ins Zentrum des Diskurses. Er bezieht sich dabei nicht nur auf die »Generative KI« sondern auf künstliche Intelligenz im Allgemeinen. KI sollte weniger als Repräsentation verstanden werden, die uns etwas über die Welt sagt. Sie ermöglicht vielmehr, konstituierend in die Welt einzugreifen. Das Kriterium zur Beurteilung von KI ist aus dieser Perspektive weniger die Frage nach »Wahrheit«, sondern die Frage nach den Folgen eines spezifischen Eingriffs in die Welt. Wir bewegen uns damit weg von einem Paradigma der Wissenschaft, hin zu einem verantwortungsethischen Paradigma der Politik.

Vortrag mit Simultanübersetzung (Deutsch/Französisch)

Anmeldung für eine Online-Teilnahme: Zoom Für eine Teilnahme vor Ort ist keine Anmeldung erforderlich