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Neue Formen der Öffentlichkeit und kulturellen Innovation zwischen Copyleft, Creative Commons und Public Domain. (Buchkapitel)

In: Hoffmann, Jeanette (Hg.). Wissen und Eigentum. Geschichte, Recht und Ökonomie stoffloser Güter. Bundeszentrale für Politische Bildung, Bonn. 2006

http://www.bpb.de/publikationen/TRRZ2E,0,Wissen_und_Eigentum.html

In den letzten 10 Jahren ist eine neue, weltweite Bewegung entstanden, die grundsätzlich neue Modelle der Produktion von und des Zugangs zu digitalen Gütern nicht nur fordert, sondern auch bereits im grossen Stil praktiziert. Wissenschaftler, Autorinnen, Künstler, Musikerinnen, Programmieren und andere 'immaterielle Produzentinnen' nutzen dabei das bestehende Urheberrecht in einer neuen Art und Weise. Das Urheberrecht gewährt ja einem Autor geistiger Werke (im Bereich der Literatur, Kunst, Wissenschaft, Design, Computerprogammierung, etc) exklusive Verfügungsrechte über seine Schöpfungen, die nur durch eng definierte Schranken eingegrenzt werden. Diese Rechte entstehen automatisch mit der Kreation des Werkes, ohne dass es registriert oder anderweitig gekennzeichnet werden muss. Der Autor kann (fast) frei bestimmen, wer, wann, wie und unter welchen Umständen sein Werk nutzen kann (siehe Beiträge von Thomas Hoeren und Till Kreutzer in diesem Band). Die neue Nutzung dieser Rechte ziehlt darauf ab, den Zugang zu den Werken zu vereinfachen, in dem etwa das freie Kopieren erlaubt wird, und Möglichkeiten der Öffentlichkeit zu erweitern, mit diesen Werken kreativ umzugehen.

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