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Manuel Castells. Teoria społeczeństwa sieci

Nice. Today in the mail!
Manuel Castells zajmuje zasłużone miejsce w samym sercu sporów na temat «wieku informacji», który zresztą sam pomógł nazwać. Felix Stalder proponuje zrównoważoną i staranną ocenę dzieła Castellsa, w pewnych momentach bardzo krytyczną, a w innych wielkodusznie uznającą wartość jego dokonań.
David Lyon, Queens University, Ontario

Ta książka jest bardzo pięknym przykładem zaangażowania się jednego umysłu w inny. Felix Stalder zdołał uchwycić istotę dzieła Manuela Castellsa i jego kolosalnej wagi dla naszych czasów. Ważąc się na pozytywną krytykę, Stalder rozszerza i precyzuje argumenty Castellsa. Książka mnoży zatem Castellsa przez Staldera, a wynikiem jest poszerzenie świadomości czytelnika.
Derrick DeKerckhove, University of Toronto

Tot war der Autor nie. Replik auf den Aufruf "Wir sind die Urheber". Zeit.de

Gemeinsam mit Gerald Raunig habe ich eine Replik auf den Aufruf "Wir sind die Urheber" in DIE ZEIT veröffentlicht. Zwei der zentralen Stellen:

Während der kurze Aufruftext in Sachen Urheberrecht erstaunlich im Unklaren bleibt, ist der Hinweis auf die bürgerliche Freiheit prägnant und aussagekräftig. Denn hier sieht sich eine Gruppe in ihrer Freiheit bedroht, einer Freiheit, die in der bürgerlichen Gesellschaft traditionell einer kleinen Zahl »geistig« Arbeitender zugestanden wurde. Diese Freiheit ist in der Tat infrage gestellt, aber nicht durch eine Krise des Urheberrechts oder gar durch eine unübersehbare Masse räuberischer KonsumentInnen, sondern weil das Kognitive, die Produktion von Wissen zur zentralen Ressource des Kapitalismus der Gegenwart geworden ist.

und

Vielmehr klingt im moralisierenden Insistieren der Urheber eine verzweifelte Pose der Spaltung durch: »Wir sind die Urheber« – und nicht ihr! Hier sorgt sich eine Gruppe um ihre soziale Position als AutorInnen, denen das Publikum stumm zu Füßen sitzt. Doch das Publikum ist schon lange aufgestanden.

Der ganze Artikel ist hier. (DIE ZEIT, 16.5.2012 Nr. 21)

Between democracy and spectacle. The front and the back of the social web.

Here is my contribution to the Social Media Reader

As more of our data, and the programs to manipulate and communicate this data, move online, there is a growing tension between the dynamics on the front (where users interact) and on the back (to which the owners have access). If we look at the front-end, the social web, or Web2.0, may well advance semiotic democracy, that is, “the ability of users to produce and disseminate new creations and to take part in public cultural discourse” (Stark, 2006). If we consider the back-end, however, may just as well turn into Spectacle 2.0, new forms of control and manipulation, masked by a mere simulation of involvement and participation, creating the contemporary version of what Guy Debord (1967: § 6) called “the heart of the unrealism of the real society.” Both of these scenarios are currently being realized. Yet, how these relate to one another, which is dominant in which situation and for which users, is not yet clear and likely to remain highly flexible. The social meaning of the technologies is not determined by the technologies themselves, rather it will be shaped and reshaped by how they are embedded into social life, advanced, and transformed by the myriad of individual actors, large institutions, practices, and projects that constitute contemporary reality.

Warum Apple und Google eine Bedrohung sind (sz.de)

Eine gute Ergänzung zum Interview mit der Tagesschau, das von einigen als zu optimistisch kritisiert wurde (und das mir, optimistisch!)

Heute organisieren Künstler, Fans und Unternehmen ihre eigenen Öffentlichkeiten und so wuchern viele neue kulturelle Nischen. Doch Google, Apple, Facebook und Co. bedrohen diese - durch den Aufbau kommerzieller Hierarchien.

Die kulturellen Ökonomien des Internets werden von zwei unterschiedlichen, ja sogar entgegengesetzten Dynamiken bestimmt. Zum einen können wir ein Aufblühen neuer kultureller Gemeinschaften und horizontaler Organisationsformen beobachten. Zum anderen erleben wir die Entstehung sozialer Fabriken, in der jede unserer Handlungen Arbeit für den Profit der Eigentümer der hochgradig zentralisierten Plattformen darstellt.

Ganzer Artikel in der Süddeutsche Zeitung (17.04.2012)

Beyond Copyright. The Demise of the Fordist Cultural Industries

The copyright crisis, which we experience in countless episodes everyday, is, to a large degree, nothing more than the crisis of the Fordist model of production within the cultural industries. This crisis is however more dramatic here than in other sectors, for because nowhere else has this model been so formative in shaping the identity of middle-class society, is so deeply entrenched in their social institutions, or goes so far back. Namely to 1452. The printing press was a Fordist machine avant la lettre in the sense that it allowed for artifacts to be produced through capital- and technology-intensive processes based on the division of labor and in large quantities for supra-regional markets.

read the entire article over at the EICPC (European Institute for Progressive Cultural Policies

Der Freitag: Vor und Nach Facebook

Die Erfahrung der ersten Web-Generation, dass man auch Infrastrukturen selber schaffen kann und muss, wird neu formuliert. Das zentrale Stichwort lautet Mesh-Netzwerke

Das Versprechen der Partizipation ist problematisch geworden. Mit unserer Teilnahme füttern wir heute die neue Maschine. Mit dem Gefällt-mir-Button teilen wir Facebook mit, was wir mögen, damit es uns noch rigider in seine Profitmaschine eingliedern kann. Was nun? Partizipation grundsätzlich abzulehen ist keine Alternative. Wir sollten versuchen, sie neu zu denken. Dabei hilft ein Blick zurück auf die Anfange der Netzkultur.

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freitag.de: 28.03.2012 14:53

Vergessene Zukunft: Radikale Netzkulturen in Europa

So eben erschienen, ein neues Buch zur Aktualität der ersten Generation der Netzkulturen. Herausgeben von Clemens Apprich und mir.

Mitte der 1990er Jahre ist in Europa eine vielfältige Netzkultur entstanden. Während die US-amerikanische Szene den Cyberspace als Raum jenseits der Politik imaginierte, waren die europäischen Netzpioniere darauf bedacht, die Möglichkeiten des Internet für neue politische und kulturelle Initiativen in der realen Gesellschaft zu nutzen.
Anhand von Zeitdokumenten, aktuellen Textbeiträgen und Interviews geht dieser Band erstmals auf die kritische Haltung europäischer Netzkulturen ein. Die Beiträge liefern so wichtige Referenzpunkte zur Gestaltung unserer techno-kulturellen Gegenwart jenseits von Facebook und Google.

Inhaltsverzeichnis und Einleitung "Von Knoten zu Knoten"(pdf, 1.5mb)

Update: Eine Besprechung des Buchs durch Leonhard Dobusch gibt's auf netzpolitik.org (12.04.2012)

update II Buchbesprechung von Verena Pizzini in den Kulturrissen.

Jenseits des Urheberrechts. Der Niedergang der fordistischen Kulturindustrien

Soeben erschienen bei: european institute for progressive cultural policies

Die Krise des Urheberrechts, die wir in unzähligen Episoden tagtäglich erleben, ist im Grunde nichts Anderes als die Krise des fordistischen Produktionsmodells in den Kulturindustrien. Diese Krise ist aber dramatischer als in anderen Sektoren, denn nirgendwo sonst war dieses Modell so prägend für die Identität der bürgerlichen Gesellschaft, ist es so tief verankert in ihren gesellschaftlichen Institutionen oder reicht es so weit zurück. Nämlich bis 1452. Die Druckerpresse war eine fordistische Maschine avant la lettre in dem Sinn, dass sie es erlaubte, Produkte in kapital- und technologieintensiven, arbeitsteiligen Prozessen in grossen Stückzahlen für überregionale Märkte zu produzieren.

Das Fordistische Modell entsteht

Für die AutorInnen bedeutete das neue Modell, dass sie sich aus der feudalen Abhängigkeit von adeligen oder kirchlichen Würdenträgern lösen konnten. Sie mussten ihre Werke nicht mehr dem Ruhm und der Ehre ihres Gönners widmen. Stattdessen konnten sie für expandierende Märkte in Literatur und Wissenschaft produzieren, die von den VerlegerInnen organisiert wurden.

Enter the Swarm: Anonymous and the global protest movements

This text was written for LeMondeDiplomatique, were it appeared their February 2012 issue. Below is the manuscript as I submitted it. Here's the published version in English, Deutsch, francais, Espangol, Brasilian Portuguese, Norwegian, Slovak, etc

In the course of just one year, using the identity “Anonymous” highly efficient digital attacks have been carried out against global corporations and national governments. All in the name of freedom of speech and social justice. The media coverage has done little to clarify the events, rather, contradictory characterizations of Anonymous have been espoused, ranging from an elite hacker conspiracy, to a loose network of ignorant teenagers, from a major cyber-terrorist threat to a mere nuisance driven by sophomoric humor. None of these characterizations is entirely incorrect, because each captures some fragments of the phenomenon, but they all miss the central element of Anonymous, namely that it is not one, but many, and that it is not a group or a network, but a swarm, or to be correct, multiple swarms that feed off each other.

Mehr Rechte gegen die Kunst

Heute ist unsere Kommentar gegen die eben gestartete Initiative kunsthatrecht.at im Standard erschienen. Titel: Mehr Rechte gegen die Kunst. Untertitel: Die Kulturkämpfer für eine Verschärfung des Urheberrechts schneiden sich ins eigene Fleisch.

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