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07.09. Denken und Handeln in der digitalen Kulturöffentlichkeit (Zürich)

Symposium 2017: Was ist digitale Kulturöffentlichkeit?

Über die Demokratisierung und Algorithmisierung der Kultur

Blickt man auf die Kulturöffentlichkeit in der Digitalisierung, ergibt sich ein
paradoxes Bild: Kulturöffentlichkeit explodiert und implodiert; Ur-Anliegen
der Aufklärung sind eingelöst und gefährdet; Plattformen und Algorithmen
sind Ermöglicher von Selbstbestimmung und Instanzen der
Fremdbestimmung. Phänomene und Entwicklungen, in denen sich die
Ambivalenz der Digitalisierung als Demokratisierung zeigt – so u.a. die
Fragmentierung der Öffentlichkeit, die Volatilität der Aufmerksamkeit, der
Kontrollverlust auf allen Seiten, die Sharing Economy, das Prosuming oder
die Sozial-Medialisierung, die Massen-Individualisierung und
Algorithmisierung der Web-Öffentlichkeit, Partizipation als Forderung und
als Realität usw. – machen es in der Tendenz unmöglich, klassische
Paradigmen der Kulturproduktion und der Kulturvermittlung
fortzuschreiben.

Grundidee der Tagung ist es, die Begriffe Kultur und Öffentlichkeit
wechselseitig zu befragen, unter den oben beschriebenen Prämissen zu
problematisieren und so Räume für ein Weiterdenken zu öffnen. Stichworte
wie „Alltagskultur“, „Community-Medien“, „do it yourself“ oder
„Laienherrschaft“ werden mit Blick auf spezifische Phänomene der
Digitalisierung im Schnittbereich von journalistischen Medien, Social Media
und darin implizierten Kulturverständnissen einer genaueren Überprüfung
unterzogen. Mit Blick auf die Schweiz und den internationalen Kontext wird
gefragt, wie man vor diesem Hintergrund und angesichts dieser Phänomene
das Verhältnis von Gesellschaft, Kultur/Öffentlichkeit und Technik neu
denken kann.

05.07. Painted by Numbers (Muffatwerk, München)

Eine diskursive Installation zu algorithmischen Regimen
Painted by Numbers

Künstlergespräch und Vortrag mit Konrad Becker und Felix Stalder am 05.07.2017 um 20 Uhr

Algorithmen bestimmen nicht nur welche Informationen "Soziale Medien" auf dem Bildschirm anzeigen. Die Zukunft gehorcht den Regeln digitaler Vorhersagen. Painted by Numbers gibt kritische Einblicke in den wachsenden Einfluss digitaler Steuerungssysteme. Experten und Wissenschaftler, Künstlern und Aktivisten bringen unterschiedliche Aspekte algorithmischer Regime auf 6 Bildschirmen:
Rationalität, Vorhersage, Agency, Regulierung, Politik und Kultur. Die Medieninstallation bietet einen offenen Diskursraum durch den sich Besucher individuelle Wege wählen.

6 Kanal Video-Installation- Konzept und Umsetzung:
Konrad Becker / Felix Stalder, World-Information Institute

Mit:
Lorrain Daston (US) Ulrike Felt (AT) Matthew Fuller (UK) Stephen Graham (UK) Seda Gürses (NL) Stefano Harney (SG) Graham Harwood (UK) Mireille Hildebrandt (BE) Reinhard Kreissl (AT) Steven Kurtz (US) Astrid Mager (AT) Katja Mayer (AT) Frank Pasquale (US) Barbara Prainsack (UK/AT) Peter Purgathofer (AT) Bernhard Rieder (AT/NL) Saskia Sassen (US) Trebor Scholtz (US) Bruce Sterling (US) Francisco Webber (AT)

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23.06. TECHNOPOLITICS @ Connecting Space (Hong Kong)

TECHNOPOLITICS sets up a CURATED KNOWLEDGE SPACE that offers a discursive framework for exploring the genesis and current configuration of the information society.

The main visual element of the TECHNOPOLITICS TIMELINE is a large-scale print that traces the evolution of our shared techno-cultural realities. The Timeline’s 500 entries draw attention to different events and genealogies from the fields of art, culture, media, politics, economy, technology, and social life that have been relevant for the shaping of the information society.
The project’s common objective is to investigate from a critical, explorative standpoint the heterogenic historical processes that are structured by techno-economic paradigms. A workshop and discussion program focuses on trans-disciplinary and trans-cultural conversations to connect these processes to the cultural forms of the respective historical moment and place.

11.05. Design Resarch Colloquium (Berlin)

Design Research Colloquium SoSe 2017

The Design Research Colloquium features presentations by doctoral students of the Design Research Lab as well as by invited personalities from the international design research landscape. In a bi-weekly rhythm, a scientific essay, a book chapter, a concrete project or a concept will be presented in the lecture and subsequently discussed in the group.

The Design Research Lab takes place on thursdays from 9:30 – 11.00 Uhr at Einsteinufer 43-53 (Raum 203). This semester it will start again on Thursday 27.04! These are the dates:

27.04. Florian Sametinger
Introduction to Design Methods

04.05. Anne Wohlauf & Marie Rosa Beuthel
Participatory design challenges in Japan

11.05. Felix Stalder
Kultur der Digitalität

18.05. Valentin Janda
Wort, Bild, Objekt – pragmatische Trennungen und Rekombinationen im Design

01.06. Prof. Dr. Uta Brandes & Prof. Dr. Michael Erlhoff
On the Quality of the Superficies/Supertficiality
– Zur Qualität der Oberfläche in Designtheorie und -praxis

08.06. Prof. Dr. Gesche Joost (t.b.c.)
Designing Politics

15.06. Prof. Dr. Heide Schelhowe (t.b.c)
Zum Schein der Digitalen Medien und zum Geschlecht der Informatik

29.06. Prof. D. Christof Windgätter
Selbstbewirtschaftung. Zur fortgesetzten Anthropometrie des Ich.

13.07. Prof. Boris Müller
Design Research at the Urban Complexity Lab

Das Design Research Kolloquium wird im Wechsel von Doktorandinnen und Doktoranden des Design Research Labs bzw. von eingeladenen Persönlichkeiten der internationalen Designforschungslandschaft gestaltet. Im zweiwöchentlichen Turnus wird je ein wissenschaftlicher Aufsatz, ein Buchkapitel, ein konkretes Projekt oder ein Begriff im Vortrag erörtert und anschließend in der Gruppe diskutier

10.05. Demokratisierung und Pluralisierung von Wissen (Leipzig)

Die AG #digitalegegenwart lädt ein zum zweiten Salon Digital: „Demokratisierung und Pluralisierung von Wissen“
am 10. Mai 2017 ab 15.00 Uhr, in der Schillerstraße 6, Raum S102

mit Felix Stalder, Patrick Franke, Sebastian Herrmann und Henriette Rösch
Moderation: Verena Klemm, Martin Roth

Die zweite Ausgabe des Salon Digital widmet sich in zwei Vorträgen und einem anschließenden Podiumsgespräch dem Thema „Demokratisierung und Pluralisierung von Wissen“. Wissenskulturen sind ständigen Veränderungen unterworfen, die nicht zuletzt abhängen von den zur Verfügung stehenden Technologien. So leitete der Druck mit beweglichen Lettern im 15. Jahrhundert das Zeitalter der Printmedien ein, wohingegen der digitale Wandel heute das gedruckte Wort mehr und mehr zurückdrängt. Dass sich bei solchen Medienrevolutionen immer schon die Befürworter und Gegner der neuen Technologien erbittert bekämpft haben, ist eine Konstante kultureller Entwicklungen. Doch in welchem Verhältnis stehen Strukturen und Formate der Wissensorganisation in Geschichte und Gegenwart, wie beispielsweise Enzyklopädie und Wikipedia, wenn es um die Sammlung, Kategorisierung, Selektion und Sichtbarmachung von Wissen geht? Wem wird Zugang zu diesem Wissen gewährt, wem bleibt er verwehrt? Sind Mechanismen der Macht als Kontrolle über Wissen heute mit denen zu anderen Zeiten und an anderen Orten vergleichbar? Und was ist letzten Endes aus dem Versprechen der Demokratisierung und Pluralisierung von Wissen in der digitalen Gegenwart geworden?

Programmablauf:
15:15-16:15 Uhr Felix Stalder: „Kultur der Digitalität“
16:15-16:30 Uhr Pause
16:30-17:30 Uhr Patrick Franke: „Wissenschaft, eingebettet in die Schwarmintelligenz: das Modell der Bamberger Islam-Enzyklopädie“
17:30-17:45 Uhr Pause

08.05. Algorithmen die wir brauchen. re:publica (Berlin)

Mein Vortrag an der re:publica17

Short thesis:

Intelligente Infrastrukturen und (teil)automatisierte Entscheidungsprozesse sind notwendig, um viele der anstehenden Herausforderungen anzugehen. Sie können aber auch eine große Gefahr für persönliche Autonomie, Chancengleichheit und demokratische Teilhabe darstellen. Darum ist es entscheidend zu unterscheiden, zwischen jenen Algorithmen, die wir wollen und jenen, die wir verhindern müssen.

Description:

Der Vortrag macht einen Vorschlag, wie wir diese Unterscheidung treffen können. So viel schon vorne weg: einen "Algorithmen-TÜV" brauchen wir nicht.

Stage 5
Monday, May 8, 2017
16:30 to 17:00

03.05. Kultur der Digitalität, IPMZ (Zürich)

Vorlesung FS 2017

Facetten des Medienwandels
Ort: BIN-1-B.01, Binzmühlestrasse 14, 8050 Zürich
Zeit: Mi 14:00 bis 15:45 Uhr
Abteilung Medienwandel & Innovation
www.mediachange.ch

03.05.2017

Kultur der Digitalität
Gastreferent: Felix Stalder (ZHdK)
Literatur:
− Stalder, F. (2006). Kultur der Digitalität. Berlin: Suhrkamp Verlag, S. 95-202.

25.03. Die Jetztzeit der Monster. What Comes After Nations? (Berlin)

As part of the Now is the Time of Monsters. What Comes After Nations? I will be giving a talk.

Central to the practice of neo-liberal power is the notion of the protocol, that is, the rules of engagement of independent actors who are not per se bound to a hierarchical relationship of command and obedience. The rules of these protocols, however, are binding in as much as their acceptance is a precondition for entering into the space of agency. Over the last 30 years, neo-liberal elites have created dense sets of protocols, power structures where rules are enforced but never justified. Today, under the perception of a general crisis, and in opposition to an experience of ubiquitous, unaccountable power, a new desire for embodied power has emerged. A progressive answer to this crisis – as media scientist Felix Stalder suggests – could be to change the character of the rules themselves rather than returning to the idea of the nation-state and hierarchy.

This will take place inside the stream: "State Technologies. A Portrait of Contemporary Power" Saturday, Mar 25, 5- 8:30 PM, at Haus der Kulturen der Welt.

09.03. Ringveranstaltung: OPEN DATA (Wien)

Update: Dokumentation der Veranstaltung

März 9 | 18:30 - 20:30

http://www.wtz-ost.at/veranstaltungen/open-data

Ringveranstaltung Teil 3: OPEN DATA

Von Daten und Werken. Dynamiken des freien Zugangs
Felix Stalder, ZHdK

„Open Data“ steht gemeinsam mit „Open Access“ und „Freien Lizenzen“ für den umfassenden Wandel des Zugangs zu und des Umgangs mit Informationen. Nutzer_innen werden nicht nur als Konsument_innen entworfen, sondern auch als Produzent_innen. Solange es sich bei den Informationen um Daten handelt, ist dieser Prozess vergleichsweise unkontrovers. Wenn diese Informationen aber kulturelle und künstlerische Werke sind, dann kommen komplexe kulturelle Fragen nach „Werkintegrität“ und „Autorschaft“ mit ins Spiel. Diese sollten aktiv mitreflektiert werden, denn sie sind – wie „Open Data“ – Teil der Veränderung der kulturellen Landschaft unter den Bedingungen der Digitalität.

Open Data im Kontext aktueller Politiken und Diskurse
Michela Vignoli, AIT

Michela Vignoli präsentiert aktuelle Entwicklungen und Initiativen im Bereich von Open Data auf nationaler und europäischer Ebene. Ihr Beitrag reflektiert diese im Zusammenhang mit aktuellen Diskursen um Open Innovation und Open Science im Kontext der Geistes-, Sozial-, Kunst- und Kulturwissenschaften.

Moderation: Peter Tschmuck, Institut für Kulturmanagment und Gender Studies (IKM)

Prof. Dr. Felix Stalder ist Professor für Digitale Kultur und Theorien der Vernetzung in Zürich, Vorstandsmitglied des World Information Institute in Wien und langjähriger Moderator der internationalen Mailingliste . Er beschäftigt sich mit dem Wechselverhältnis von Gesellschaft, Kultur und Technologien, und forscht u.a. zu Netzkultur, Urheberrecht, Commons, Privatsphäre, Kontrollgesellschaft und Subjektivität.

03.-04.03. Elevate Festival (Graz)


I will be at the elevate festival in Graz. On Friday I'll be participating in two panels. First "Autonome Maschinen - Kontrollierte Menschen?" and in the panel Painted by Numbers" which is connected to the installation by the same name, developed my Konrad Becker and myself, which will also be shown (04-10-03). There will be a proper opening on Saturday, March 4, 17:00 -18:00.

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