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The War of Data against Communication

Talk at the Embros Theater, Athens, 30.09.2013

Spooky light and noisy sound, which fits the place and the theme of the talk. Check out as well Konrad Becker's talk, same event.

Interview on the Internet after Snowden

[Das Interview gibt es auch in Deutsch]

Uschi Reiter: With the Snowden affair the Internet as space for surveillance has reached a wider public. This incident and the excitement it caused hasn’t brought about any major withdrawal from the social network Facebook, for example. What impact does this knowledge of control have on the way we culturally act and communicate on the net?

Felix Stalder: As long as there is no real alternative to the ever expanding parts of the Internet, that act as surveillance spaces, the current discussion about the way we should act on the net will remain quite limited. Cryptoparties and such are more symbolic acts. As long as the infrastructure of surveillance is optimised, creating individualised private spheres later will remain a highly complex matter. So it will always be a minority activity.

On the other hand, what we can see already is a shift in general assumptions. Extensive surveillance is considered normal, defending yourself against it naive. In the case of legal actions taken against Google’s data mining, Google justified itself recently by saying that Gmail users can’t expect that their e-mails and private information will not read and analysed (“a person has no legitimate expectation of privacy in information he voluntarily turns over to third parties”).

Uschi Reiter: Encrypting e-mails and anonymisation services such as Tor is more of practise of geeks. Do you think this practise will spread?

Das Paradox der "sozialen Medien"

Clemens Apprich gab der Springerin (Nr.3/2013) ein schönes Interview zu den "Netzkulturen der 1990er Jahren". Zentrales Thema ist die Hybridisierung von online und offline, und die lokale Spezifität, die sich daraus ergibt. Anlass dazu war die Publikation des Buches "Vergessene Zukunft. Radikale Netzkulturen in Europa", welches wir gemeinsam letztes Jahr herausgeben haben. Das Interview ist leider nicht online, deshalb hier nur als scan (PDF, 1.5 MB).

"Was ich nicht finde, fehlt mir nicht" (interview taz.de)

Jeder Nutzer bekommt bei Google personalisierte Treffer angezeigt. Der Medientheoretiker Felix Stalder fragt sich, woher das Unternehmen weiß, was das Beste für einen ist. (Interview: Svenja Bergt, 15.2.2013)

Jahrbuch Netzpolitik 2012 – Von A wie ACTA bis Z wie Zensur

Eben ist das "Jahrbuch Netzpolitik 2012 – Von A wie ACTA bis Z wie Zensur“ erschienen.

Das Buch ist der Rückblick auf 2012 der Plattform netzpolitik.org. Es enthält nebst vielen anderen Beiträgen auch meinen Text zur Digitalen Solidarität (S.231-240).

Aus der Selbstbeschreibung:
Netzpolitik betrifft alle, jede und jeden. Was im Jahr 2012 wichtig war, was vielleicht auch zu kurz kam, darauf blickt dieses Jahrbuch zurück. Die Autorinnen und Autoren waren Beobachter und Akteur zugleich. Ihre Berichte in diesem Buch fassen die wichtigsten Themen des Jahres zusammen, ordnen ein und reflektieren. Von A wie ACTA und Anonymous über Open-Data und Überwachung bis zu Urheberrecht und Z wie Zensur: komprimiert, informiert und frei lizenziert.

270 Seiten! Mit Beiträgen von: Jan-Phillip Albrecht, Markus Beckedahl, Annegret Bendiek, Mirko Boehm, Jörg Braun, Ulf Buermeyer, Gabriella Coleman, Leonhard Dobusch, Kirsten Fiedler, Karina Fissguss, Kilian Froitzhuber, Volker Grassmuck, Johnny Haeusler, Christian Heise, Jeanette Hofmann, Jōichi ‘Joi’ Itō, Andrea Jonjic, Matthias Kirschner, Julia Kloiber, Constanze Kurz, Lawrence Lessig, Falk Lüke, Lorenz Matzat, Tim Maurer, Joe McNamee, Andre Meister, Matthias Monroy, John F. Nebel, Frank Rieger, Alexander Sander, Ben Scott, Felix Stalder, Moritz Tremmel, Ben Wagner, Stefan Wehrmeyer und Jillian C. York.

ISBN: 9783844242522

Alle weitere Information ist hier.

The Social Media Reader (2012) is now online

The New Media Reader (NYU Press) is now available online in full (pdf, epub etc), under a CC license. Consequently, it also includes my contribution "Between democracy and spectacle. The front and the back of the social web", which has been online since here on this blog since May. But more importantly, it also contains all others. A great collection of texts! Grab it.

With the rise of web 2.0 and social media platforms taking over vast tracts of territory on the internet, the media landscape has shifted drastically in the past 20 years, transforming previously stable relationships between media creators and consumers. The Social Media Reader is the first collection to address the collective transformation with pieces on social media, peer production, copyright politics, and other aspects of contemporary internet culture from all the major thinkers in the field.

Digitale Solidarität. Perspektiven der Netzpolitik

via netzpolitik.org

Auf dem “Netz für alle”-Kongress der Rosa Luxemburg Stiftung / Linken Bundestagsfraktion hat Felix Stalder die Einführungskeynote mit dem Titel “Digitale Solidarität. Perspektiven der Netzpolitik” gehalten. Mit seiner freundlichen Genehmigung veröffentlichen wir die Rede als Gastartikel und Debattenbeitrag.

Wir stehen vor einer historischen Chance, neue Formen solidarischen Handeln zu erfinden. Das politisch-ökonomische System in Europa, aber auch darüber hinaus, steckt in einer tiefen Krise. Diese hat viele Gründe. Einer davon ist, dass sich im Kern der avanciertesten Bereiche der Ökonomie ein Widerspruch verschärft. Auf der einen Seite haben wir die zunehmende Bedeutung der Momente der sozialen Interaktion, des Austauschs, des vernetzen Wissens- und Handelns, auf der anderen Seite haben wir eine sich verschärfende Logik der privaten Aneignung dieser gemeinsam hervorgebrachten Werte. Während die eine Seite sich immer wieder der Aneignung zu entziehen versucht, und mit freien Lizenzen auch teilweise Mittel gefunden hat, das zu tun, sucht die andere nach immer neuen Wegen, um Wissen und Kultur zu privatisieren und läuft Gefahr, damit die Voraussetzungen für neue die Entsehung neuen Wissens und neuer Kultur zu zerstören. Es wird sich noch herausstellen, ob wir es hier mit einem Widerspruch zwischen Produktions- und Eigentumsformen zu tun haben, den Karl Marx als Voraussetzung für einen Wechsel in der Produktionsweise diagnostizierte. Es ist denkbar, aber sicher ist das nicht.

Der ganze Text findet sich auf hier (netzpolitik.org) und hier (netzfueralle). Das Video ist angekündigt, aber noch nicht online.

Update (1.10.12): Das Video ist hier.

Open! Art, Culture & the Public Domain. Key Texts 2004 - 2012

This anthology brings together key texts on the field of art, culture and the public domain published in Open by NAi Publishers and SKOR | Foundation for Art and Public Domain from 2004 until 2012. Together, these essays written by international theoreticians provide powerful insights into the most important areas of theory and practice in today's public space. They also reflect the effort invested and the themes covered by Open in the eight years it has existed. Subjects covered include safety, informal media, makeability, precarity, war, privacy, populism, transparency, mobility and autonomy.

With contributions by
Gijs van Oenen, Wolfgang Ernst, Jorinde Seijdel, Jonathan Sterne, Roemer van Toorn, Saskia Sassen, Stephen Wright, Geert Lovink, Chantal Mouffe, Marc Schuilenburg, Pascal Gielen, Matteo Pasquinelli, Willem Schinkel, Felix Stalder, Yves Citton, Brian Holmes, Boris Groys, Sven Lütticken, Noortje Marres

Editors
Jorinde Seijdel and Liesbeth Melis

Autonomie und Kooperation: Der Traum des Internets (INDES)

Für die Sondernummer "Auf der Suche nach Utopia" der Zeitschrift "Indes" (Göttinger Institut für Demokratieforschung) habe ich mich auf die Suche an der dem Internet innewohnenden Utopie begeben.

Die Zeitschrift ist leider im wesentlichen nicht frei zugänglich. Habe aber im Vorfeld darauf bestanden, dass mein Artikel online gestellt wird und nun ist gibt es ihn auch als schön gestaltetes PDF.

        Es wird sich dann zeigen, daß die Welt längst den Traum von einer Sache besitzt, von der sie nur das Bewußtsein besitzen muß, um sie wirklich zu besitzen. (Karl Marx, Brief an Max Ruge, September 1843)

Träumt auch das Internet von einer Sache, von der es nur Bewusstsein erlangen muss, um sie wirklich zu besitzen? Ich denke, man kann zumindest den ersten Teil diese Frage sinnvollerweise mit Ja beantworten, ohne gleich in die Sackgasse des Anthropomorphismus oder Determinismus einzubiegen. Dieser Traum wurde und wird in Internet-typischer Art von vielen, gleichzeitig und zeitlich verschoben, höchst unterschiedlich geträumt. Doch über alle Differenzen hinweg verdichten sich darin immer wieder zwei durchaus widersprüchliche Figuren: Autonomie und Kooperation. Wie für Träume üblich, sind ihre Konturen unscharf und instabil. In ihnen verschränken sich gemachte Erfahrungen in oftmals unvorhersehbarer Weise und artikulieren sich neu. Gleichzeitig stoßen sie neue Erfahrungen an, denn spätestens seit Freud wissen wir, dass Träumen, Erleben und Handeln ein Kontinuum darstellen.

Networks Between Control and Autonomy

Here's my talk at LiWoli- Art Meets Radical Openness..

Abstract: Everyday experiences of networked society oscillate between processes of intensified control (Facebook, data retention, profiling) and new niches of autonomy (Wikileaks, Anonymous, commons-based peer production). Where does this contradictoriness of the networks come from? What can we do to expand the niches of autonomy without facilitating the processes of control?

Recording of the live-broadcast from Stadtwerkstatt, Linz (AT) on 25.5.2012, duration: 48:55

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