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Zwischen Smartness und Kooperation. Möglichkeiten der informationellen Stadt

Derive Cover Seit mehr als 20 Jahren bestimmt das Internet die Dynamik der kulturellen Entwicklung und seit rund 10 Jahren ist es auch in Europa ein Massenmedium. Es prägt die Subjektivität der Menschen, also die Art und Weise, wie sie sich selbst, Andere und die Welt wahrnehmen und wie es ihnen normal erscheint, in der Welt zu agieren. Was in den 1990er Jahren noch schwer vorzustellen war – etwa horizontale Kooperation als Produktionsmethode, Personalisierung der Welt oder flächendeckende Datenerhebung und Überwachung – ist heute normal und selbstverständlich: Hausverstand 2.0.

Um die Konsequenzen und Möglichkeiten dieses Wandel besser zu verstehen, hilft es zwischen strukturellen und politischen Dimensionen unterscheiden. Im Folgenden wird zunächst der strukturelle Wandel der Subjektivität skizziert. Danach werden die widersprechende, politische Dynamiken der Stadtentwicklung damit in Beziehung gesetzt.

Macht und Monopole der sozialen Massenmedien

mosaik-blog.at 10.11.2015

Die sozialen Massenmedien wie Facebook, Instagram, Twitter oder Linked-In sind, zum gesellschaftspolitischen Problem geworden. Wie lässt sich das abseits hohler Technologiekritik begründen? Was braucht es gegen die Macht und Monopole von Facebook & Co?

Sie zwängen einen stetig wachsenden Teil kommunikativer Aktivität in ein kommerzielles Korsett, in dem aus jeder menschlichen Regung – Aktionen, Interaktionen, Verortungen und Zuständen – Daten gewonnen und zu detaillierten Profilen der NutzerInnen zusammengestellt werden. Das bildet die Grundlage neuer, weitgehend unkontrollierter Machtstrukturen, die darauf ausgerichtet sind, das Verhalten Vieler im Interesse Weniger subtil aber wirkungsvoll zu manipulieren. Die Techniken dieser in wenigen Konzernzentralen konzentrierten Macht sind Werbung, Filterung und die verdeckte Einführung gezielter Verhaltensanreize. Spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden wissen wir auch, dass die staatlichen Sicherheitsorgane ebenfalls flächendeckende Erfassungsstrukturen unterhalten und dass kommerzielle und nachrichtendienstliche Akteure vielfach miteinander verbunden sind, trotz öffentlich ausgetragener Differenzen. Entsprechend deutlich ist in den letzten Jahren die Stimmung im öffentlichen Diskurs umgeschlagen. Statt wie bisher die digitalen Medien als Feld progressiver sozialer Dynamiken zu verstehen, wird nun in schrillen Tönen der „technologische Totalitarismus“ prognostiziert.

25.09. Algorithmic Regimes and Generative Strategies (Vienna)

Algo_Konf_logo I'm very proud to announce our new conference by the World Information Institute, in cooperation with the Institute for Design & Assessment of Technology at the Vienna University of Technology, Faculty of Informatics.

Full details:
Englisch and Deutsch

Update: Konferenz Reviews:

Herrenhäuser Gespräch - Freiheit als Illusion? (ndr.de)

NDR Kultur - 12.04.2015 20:00 Uhr Autor/in: Kühn, Ulrich

Sonntagsstudio: Herrenhäuser Gespräch - Freiheit als Illusion?

Um den allgegenwärtigen Einfluss des Internets geht es beim Herrenhäuser Gespräch: Wie verändert sich unser Dasein? Zappeln wir längst wie Fliegen im Netz der Konzerne?

Der Einfluss des Internets ist so mächtig geworden, dass wir ihn häufig nicht mehr bemerken. Aber wie verändert sich unser Dasein in Abhängigkeit von einer Struktur, die als Verlängerung und Ergänzung des menschlichen Hirns ins Leben ragt? Manche meinen, wir zappelten längst wie hilflose Fliegen im Netz der Konzerne und Superhirne, angelockt durch große Versprechen von Freiheit und Transparenz. Oder sind diese warnenden Rufe, die jüngst immer lauter wurden, nichts als dumpfer Kulturpessimismus?

(download mp3 74MB)

<nettime> nottime: the end of nettime

On 1 April Ted Byfield and I announced the end of @nettime_l as a kind of backhanded joke, see below. Really amazing, however, were the responses that came in over the last few days which you can find on the nettime archive, including Ted's and mine. I also explained our reasoning in a short interview by Dirk Gehlen (in German), which centers around a line by Hannah Arendt “Power arises only where people act together, not where people grow stronger as individuals.”


Dear Nettimers, present and past --

The first nettime message was sent on 31 May 1995,[1] almost twenty
years ago. A lot has happened since then, and we're proud of how well
this list, and the larger nettime 'neighborhood,' has traced many of
these epochal changes. The list's alumni/ae is a who's who of critical
culture across an incredible range of fields. They -- really, *you*
-- have helped to redefine activism, shape national and international
legal and economic reforms, lead international cultural festivals and
some of the world's most famous musems, produce astonishing works of
art, write fiction and nonfiction that's won awards and redefined
entire disciplines, and build crucial free and open-source software,
to name just a few things. And those are just the 'heroic' stories.
There are many more obscure ones that, if anything, are even more
impressive, as even a quick glance at nettime's Wikipedia entry will
show.[2] A few nettimers have passed away, and we miss them dearly,
still. Moreover, most like-minded projects of a similar age have

Die kontrollierte "Freiheit" (Interview SWR2)

Hier noch ein kurzes Interview zur Thema Freiheit im Internet und ob wir was tun können, um die Macht der grossen Konzerne (und der Geheimdienste) wieder einzudämmen.

(download, mp3, 8MB)

9:08 min | 16.3. | 8.10 Uhr | SWR2 Journal am Morgen | SWR2

All Watched Over by Algorithms, Panel at Transmediale 2015

This is the introduction to the panel I moderated at transmediale 2015, Capture all. It is followed by presentations of Matteo Pasquinelli, Antoinette Rouvroy, and Evgeny Mozorow, followed by a general discussion. Well worth watching the whole thing!

Springerin: Kritische Netzpraxis (01/2015)

Update 30.01.2015: Summary of the panel discussion for the presentation of this issue, wiht Zoran Pantelic, Marina Grzinic, Konrad Becker, MAK 20.01.2013

Die neue Ausgabe der Zeitschrift springerin, hefte für gegenwartskunst, zum Schwerpunktthema "Kritische Netzpraxis" wurde als Zusammenarbeit von springerin und uns vom World-Information Institute realisiert.

Der Diskurs über kritische Netzpraktiken wird seit Langem von einer Vielzahl von Instanzen und – anfangs oft „illegitimen“, ja außerinstitutionellen – Akteuren geführt. Eine der wichtigsten Vermittlungsplattformen, etwa zeitgleich mit der springerin entstanden, ist das Institut für neue Kulturtechnologien (Public Netbase – t0), später umbenannt in World-Information Institute. Nachdem sich dessen Gründung kürzlich zum 20. Mal jährte, wollen wir in dieser gemeinsam konzipierten Ausgabe die wichtigsten Stationen und Entwicklungslinien des anhaltenden Netzdiskurses aufrollen.

Solidarity In The Euro-Crisis (Slow Politics Conference, Berlin 11.2014)

SLOW POLITICS investigated perspectives for a precarious generation that is deeply concerned about its rights, liberties and privileges: How can a communal feeling arise in Europe if national self-interests prevail? How can we practice transparency if secret services are booming beyond public control? How can our mobile societies restore inner peace if migrants are always "the others"? How can we save the environment if consumerism and economics remain rampant? 

What happens to free access to culture and knowledge if public institutions continue crumbling? On its third day of Public Talks SLOW POLITICS dealt with these future concerns in five panels and explored the common denominator linking all these issues.


Technopolitics Salon „Die post-anthropologische Kondition?“

"Nicht der Algorithmus ist pervers, sondern die Situation in der er lebt."

Die Technowissenschaften haben ein Niveau erreicht, das es ihnen ermöglicht, Natur nicht nur zu erforschen oder zu verstehen, sondern aktiv zu gestalten. Der Salon Technopolitics stellt sich die Aufgabe, die Black Box des Fortschritts zu öffnen. Lassen sich aus der Analyse der Gegenwart die zukünftigen Entwicklungslinien des informationsgesellschaftlichen Paradigmas ableiten? Was kommt nach der Informationsgesellschaft, etwa ein „Grüner Kapitalismus“? Diesen Fragen stellen sich die feministische Science-Studies-Autorin Jutta Weber (Paderborn), der Künstler und Forscher Gerald Nestler (Wien/London) und Netzkultur-Theoretiker Felix Stalder (Zürich/Wien) durch Keynote-Vorträge. In der zweiten Hälfte des Abends werden die Themen diskutiert, unter Beteiligung des Technopolitics-Arbeitskreises, mit Freunden, Bekannten und Publikum. Eingeführt und moderiert wird der Abend von Technopolitics-Gründer Armin Medosch.

Mein Vortrag: "Politik der Alogrithmen" beginnt bei 11:30 und dauert ca 25 Minuten.
@"Vienna Open", organisiert durch Technopolitics.

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