felix's blog

21.04. Crises, Cracks and Openings. Technopolitics of COVID-19 (online)

Tuesday, April 21. 20:00

(CEST, Central European Summer Time), Via ZOOM

Join Zoom Meeting: https://zoom.us/j/94058587129
Meeting ID: 940 5858 7129

Crises, Cracks and Openings. Technopolitics of COVID-19

The virus, officially named SARS-CoV-2, is often portrayed as something coming from the outside, be it nature or a foreign country. However, its spread is neither a natural disaster nor a strategic ploy, but a deeply techno-political event. As the disease turns into a pandemic it reveals many of the hidden structures and contradictions of the highly integrated, yet locally differentiated contemporary word.

The societal reactions to the spread and the measures which are currently put into place are transformative and might turn revolutionary.

To address an event as distributed and complex as COVID-19, no single point-of-view can suffice. Thus, we have invited artists and theoreticians from four places – Sao Paulo, Chicago, Tel Aviv, and Vienna – to speak about their particular experiences, the techno-political dynamics created by the virus, agency for cultural producers and speculate about what will remain.

SPEAKERS
David Sperling Architect, Institute of Architecture and Urbanism (IAU), University of São Paulo
Lucas Bambozzi Artist, Filmmaker and Activist, São Paulo
Brian Holmes Researcher, Writer, Activist, Chicago
Udi Edelman Isreal Digital Art Center, Tel Aviv
Tsilla Hassine Artist and Art-up Founder, Tel Aviv
Technopolitics Working Group Vienna

02.04. Netzpolitischer Abend Wien (online)

Derzeit ist alles ein wenig anders als sonst. Um einer weiteren Verbreitung von SARS-CoV-2, bekannt als Corona-Virus, entgegenzuwirken und den gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen, findet der Netzpolitische Abend am 2. April 2020 um 19.30 Uhr online statt. Wir haben anlassbezogen auch das Format etwas geändert. Anstelle von drei Vorträgen gibt es eine Diskussionsrunde sowie Impuls-Statements zu einem Thema, das derzeit in aller Munde ist: COVID-19, Big Data und Freiheitsrechte – wo geht die Reise hin?

In den vergangenen Wochen sind Dinge passiert, die wir davor regelrecht für eine Dystopie gehalten haben. Darüber und über die Verhältnismäßigkeit und den Nutzen der Maßnahmen wollen wir mit folgenden Personen online diskutieren:

  • Thomas Lohninger (Geschäftsführer epicenter.works)
  • Katja Mayer (Soziologin am Institut für Wissenschafts- und technikforschung)
  • Max Schrems (Datenschutzaktivist, Gründer von NOYB.eu)
  • Felix Stalder (Professor für digitale Kultur an der Züricher Hochschule der Künste)
  • Barbara Wimmer (Netzpolitik-Journalistin und Autorin)

    Unter der fachkundigen Moderation von Herbert Gnauer (Cyberspacebewohner seit 1993 und Radiomacher für Freie Radios) werden Fragen rund um Handy-Tracking, Big Data, freiwillige und verpflichtende Apps wie die Corona-App des Roten Kreuzes, Contact Tracing von Erkankten und deren Kontaktpersonen, sowie weitere dringende Fragen, die COVID-19 und unsere digitalen Freiheitsrechte betreffen, erörtert.

    Ab 19.15 Uhr könnt ihr euch unter diesem Link (Zoom) in die Diskussion einklinken und per Chat eure Fragen stellen. Los geht es ab 19.30 Uhr. Ihr könnt auch ganz passiv ohne aktiviertes Audio- und Video an der Diskussion als stumme Teilnehmer zuhören. Wir freuen uns auf euch! Die Veranstaltung wird auch auf Okto.TV übertragen.

  • Von der repräsentativen zur vernetzten Demokratie

    Die alten Formen der Demokratie, die etablierten Wege, wie die Öffentlichkeit aufgebaut wurde, befinden sich in einer tiefen Krise, und Appelle an eine idealisierte Vergangenheit werden sie nicht retten. Sie sind eindeutig nicht mehr der Aufgabe gewachsen, eine immer komplexere Gesellschaft zu organisieren. Gegen die Wende des erneuerten Autoritarismus sollten wir darüber nachdenken, wie wir uns mit der Kapazität des Digitalen verbinden können, mit der Fähigkeit, neue Wege des Wissens und des Zusammenseins mit der Erfahrung des physischen Raums zu bieten, um der gegenwärtigen Tendenz zur Fragmentierung in immer kleinere Gemeinschaften und der daraus resultierenden Unverständlichkeit der Welt zu begegnen.

    Die parlamentarische, repräsentative Demokratie mit ihrem System der Gewaltenteilung, die noch in den 1990er Jahren den Siegeszug um die Welt anzutreten schien, ist unübersehbar in der Krise. In den vereinigten Staaten mit Trump, in Ungarn mit Orban, in den Philippinen mit Duderte, in der Türkei mit Erdogan und an vielen weiteren Orten hat ein neuer Typus von Politikern (aktuell nur Männer) die Macht erobert, der sich ganz offen gegen demokratische Regeln stellt und neue autokratische Strukturen implementiert. Von ehemaligen Volksparteien, die die Nachkriegsordnung geprägt und deren Verankerung in der Bevölkerung Demokratie legitimiert haben, ist, etwa in Frankreich, kaum mehr etwas übrig, und wo sie noch stärker sind, sind sie zum Verwalter des Status Quo geworden, die außer ein müdes “Weiter so!” programmatisch wenig zu bieten scheinen. Die Demokratie wird von außen angegriffen und ist von innen her ausgehöhlt.

    Die Gründe dafür sind sicherlich vielfältig. Im Folgenden möchte ich auf einen, aber meines Erachtens sehr wesentlichen, Grund fokussieren: die Veränderungen in der Struktur der Öffentlichkeit, in der demokratische Fragen verhandelt und Entscheide legitimiert werden.

    Die enttäuschten Hoffnungen des Internets

    Michael Taussig, The Revenge of the Sirens

    Update: Over at world-information.net is the full video documentation of the event. Well worth the time.

    Taussig, IITaussig, II

    The Revenge of the Sirens – Michael Taussig
    Postscript on Nervous Digital Systems 12. February 2020 19:30

    A Tale of Meltdown & the Metamorphic Sublime in four acts, the stage being a shadow on the wall, the shadow of the past meeting the future as dialectical image. Performance by Michael Taussig. Presented by World-Information Institute at rhiz – http://rhiz.wien

    13 & 14.02 THE WHITE WEST III, Automating Apartheid. Conference (Vienna)

    https://kunsthallewien.at/en/event/the-white-west-iii-automating-apartheid/

    KASINO AM SCHWARZENBERGPLATZ

    Conceptualized by Kader Attia and Ana Teixeira Pinto
    Organized by Kunsthalle Wien in cooperation with Burgtheater

    In his famous essay Discourse on Colonialism, the poet Aimé Césaire argued that what in Europe is called ‘fascism’ is just colonial violence finding its way back home. But his warnings went unheeded. More widely read was The Authoritarian Personality by Theodor Adorno et al. Published in 1950, the same year as Discourse on Colonialism, it developed the F scale (F for fascist) in order to gauge the psychological predisposition for fascism among the democratic citizenry, leaving the post-war consensus to settle on the notion that fascism was a personality trait, resulting from the devolution of the individuated liberal subject. Still dominant today, this tendency to psychologize fascism fails to incorporate the colonial dimension, obscuring the continuities between fascism and the biopolitics of empire, and ultimately depoliticizes both.

    Seventy-five years later, while the West indulges in fantasies of reverse colonization involving the subjugation of white people, the process of recolonization has been renewed with increased ferocity. Recent events in Bolivia, driven by the hunger for lithium, commonly used for mobile devices or electric vehicles, make apparent the structuring force of race in geopolitics, as well as the role of the digital economy in the production and reproduction of a new settler frontier.

    12.02. The Revenge of the Sirens – Michael Taussig (Vienna)

    The Revenge of the Sirens – Michael Taussig
    Postscript on Nervous Digital Systems 12. February 2020 19:30 @rhiz

    Das Problem der "Privatsphäre". Rede beim Jubiläum 25. Jahre Datenschutzgesetz im Kantons Zürich

    Vortrag von Felix Stalder,
    Jubiläum, 25 Jahre Datenschutzgesetz,
    ZH, 28.01.2020

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Mich begleitet das Problem der Privatsphäre unter den Bedingungen der Digitalität schon fast so lange, wie wie es das Datenschutzgesetzes des Kantons Zürich gibt. Die Jahrtausendwende verbrachte ich als PhD Student in Toronto, und arbeitete danach als Postdoc am Surveillance Studies Centre, ebenfalls im Kanada. Damals beschäftigten uns drei grosse Themen: Die feinmaschige Überwachung des öffentlichen Raums durch Videokameras; die nach den Anschlägen auf das World Trade Center in New York geplante Einrichtung einer nationalen Identifizierungskarte zur konsistenten Identifizierung der Menschen im Landesinneren; und, drittens, die detaillierten Profile, die Unternehmen anlegten, sowohl über ihre Kunden als auch über die Bevölkerung als ganzes, immer im dem Ziel, ihre Angebote möglichst so auszurichten, dass unterschiedliche Personen unterschiedlich behandelt werden konnten. Für einige verbesserten sich die Angebote, für andere wurden sie schlechter. Damals hiess das “customer relationship management”, heute nennt man das “Personalisierung”.

    Das Internet und Mobiltelefone spielten noch eine untergeordnete Rolle, weil die Internetinfrastruktur noch nicht auf Datensammlungen hin gebaut war, ganz im Gegenteil, Internet Kommunikation erschien noch als weitgehend anonym und digitale Identitäten frei konstruierbar und die Telefone, na ja, die waren noch von Nokia.

    28.01. 25 Jahre Datenschutz (Zürich)

    Zürich, Logo Eine Veranstaltung des Datenschutzbeauftragten der Stadt Zürich
    anlässlich des 25 jährigen Bestehen der Einrichtung.

    Dienstag, 28.01.2020.
    Museum für Gestaltung, Zürich, 17:00 - 19:00

    Begrüssung und Einführung

    Dr. Bruno Baeriswyl, Datenschutzbeauftragter
    Michael Elsener, Moderation

    Digitalisierung und Datenschutz als Standortvorteil
    Carmen Walker Späh, Regierungspräsidentin

    Datenschutz – Der Gesetzgeber in der Verantwortung
    Dieter Kläy, Kantonsratspräsident

    ZWISCHENTAKT

    Privatsphäre im Spiegel der Kultur
    Prof. Thomas D. Meier, Rektor Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK)

    Wechselverhältnis von Gesellschaft, Kultur und Technologien
    Prof. Felix Stalder, Digitale Kultur und Theorien der Vernetzung, ZHdK

    Menschenrecht auf Datenschutz
    Prof. Astrid Epiney, Lehrstuhl für Europarecht, Völkerrecht und Öffentliches Recht, Universität Fribourg

    Entwicklung der Technologie und gesellschaftliche Folgen
    Dr. Elisabeth Ehrensperger, Geschäftsführerin TA-Swiss, Stiftung für Technologiefolgenabschätzung

    ZWISCHENTAKT

    Datenschutz im digitalen Umfeld
    Dr. Adrian Lobsiger, Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter

    5 Punkte zum Schutz der Privatsphäre
    Prof. Beat Rudin, Präsident privatim, Konferenz der schweizerischen Datenschutzbeauftragten

    25 Jahre: Zurückblicken ist Vorausschauen
    Dr. Bruno Baeriswyl, Datenschutzbeauftragter des Kantons Zürich

    ZWISCHENTAKT

    Mut zum Geheimnis
    Michael Elsener

    16.01. Coding. New Alphabet School (New Delhi)

    https://www.hkw.de/en/programm/projekte/veranstaltung/p_161523.php

    Thu, Jan 16, 2020 7 pm, Goethe-Institut New Delhi, India
    With Urvashi Aneja, Sarah Sharma, Felix Stalder

    India is one of the largest “digital economies”. Confronted with state and corporate control of digital infrastructures, it is seeing an abundance of “gig work” (temporary employment) and platform-based economies that promise new opportunities for entrepreneurship and labor. Meanwhile, AI based solutions are already being tested to replace human interaction and labor for repetitive and predictable work across industries. Over a billion identities in India are digitized today and over a 100 million amongst these participate in digital economies as consumers every day, with the government's vocal intentions to bridge this disparity with socio-technical imaginaries of urgent last mile connectivity. However, technology based solutions still have mostly reestablished and expanded existing inequities and power relations of capital, gender and human exceptionalism. Instead of offering accountability, accessibility and opportunity, these socio-technical imaginaries act as tools for resource and customer acquisition for power and capital. As countries and economies accelerate further and compete to become attractive global marketplaces, they leave key ethical, social and ecological concerns behind. How do we encode and inscribe sustainability, ethics and care within our techno-social relations and digitopian imaginaries of the future? What role can governance and citizens play in enabling these imaginaries?

    Public Program co-curated by Rahul Gudipudi
    In cooperation with Goethe-Institut Max Mueller Bhavan New Delhi

    Fri, Jan 17, 2020 10 am — 7 pm
    The Common Room Foundation, New Delhi, India

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