felix's blog

scobel - Kulturtechniken im Umbruch

Gert Scobel disktuiert mit Sybille Krämer, Dirk Becker und mir die Bedeutung von von Kulturtechniken im Kontext der digitalen Transformation. (08.09.2022)

30.09. Das Digitale als Raum, Kultur als Konvivialität (Keynote)

Eröffnungsvortrag zur Konferenz "Offen, kollaborativ und digital – wie gemeinsam(e) Ressourcen in der Kultur und Wissenschaft geschaffen werden", der Hamburg Open Online University (HOOU).

Das Digitale als Raum, Kultur als Konvivialität

Oftmals verstehen wir das Digitale als das, was sich am Bildschirm manifestiert, als Bilder, Texte, Videos und Daten angeordnet in Listen, Feeds, oder Hyperlinks, abrufbar in ständig sich wandelnden Konfigurationen.

In diesem Vortrag möchte ich das Digitale als Raum verstehen und anhand von drei “Idealtypen” kurz charakterisieren: Cyberspace, Raum der Hybridität und gegen-digitaler Raum. Der eine ermöglicht Dinge, die im physischen Raum unmöglich sind, der zweite verzahnt den physischen und digitalen Raum eng miteinander, während der Dritte sich vor allem in Abgrenzung zur dominant gewordenen Digitalität versteht. Die Rolle der Kultur aus dieser Perspektive ist es, für diese unterschiedlichen Raumtypen angepasste Formen der Konvivialität zu entwickeln und Gegenentwürfe zur kommerziellen Durchdringung aller Lebensbereiche durch den Überwachungskapitalismus zu schaffen.

08.09. scobel - Kulturtechniken im Umbruch

scobel - Kulturtechniken im Umbruch

Lesen, Schreiben, Rechnen sind elementare Kulturtechniken für die Gestaltung von komplexen Gesellschaften. Werden jetzt auch digitale Kompetenzen für Kommunikation und Teilhabe benötigt?

Mit Sybille Krämer, Dirk Becker und Felix Stalder

Produktionsland und -jahr:
ZDF, Deutschland 2022
DATUM: 08.09.2022
DAUER: 56 min

https://www.3sat.de/wissen/scobel/scobel---kulturtechniken-im-umbruch-10...

01.07. Immersion as escape, control or co-existence (keynote), Lodz

Giving the keynote lecture (in person!) at the "New visual narratives" conference 1-3 July, Lodz + online.

Immersion as Escapism, Control or Coexistence
01-07-2022 10:30:00

Coming from film-making or other visual arts, we tend to think of immersion as a technical condition (VR, 360 projections, various forms of expanded cinema, etc.). But we can also think of immersion as an existential condition, as a way of being-in-the-world. Contemporary technology then gives us new ways of expressing this condition. But to what end? I propose that we can look at immersion as offering three different qualities of relationship: escape, control and co-existence.

02.06. Des communs aux NFT : Objets numériques et imagination radicale (Bourges)

This is part of the conference: "Économies de la création numérique. Dans les économies et écologies actuelles de la création numérique, quels peuvent être les usages des métavers et NFT?"

14h30 : Conférence de Felix Stalder en visioconférence (en anglais) « Des communs aux NFT : Objets numériques et imagination radicale ».

Cette conférence est en relation avec la chaîne d’essais publiée depuis le 31 janvier 2022 sur makery.info, série d’écriture initiée par Shu Lea Cheang (Kingdom Of Piracy), Felix Stalder (World-Information.Org) et Ewen Chardronnet (Makery).

Escape Velocity. Computing and the Great Acceleration. New Book(let)

Escape Velocity Cover

PostScriptUM #41
Series edited by Janez Fakin Janša
Publisher: Aksioma – Institute for Contemporary Art, Ljubljana, March 2022

After 70 years of acceleration, human civilisation has now reached escape velocity, enough energy to move the Earth system out of the steady-state of the Holocene, the relatively stable climate pattern in which human civilisation unfolded over the last 10,000 years, and into the uncharted, and as for now unchartable, territory that is the Anthropocene.

The notion of the “great acceleration” captures the fact that key socio-economic and Earth system indicators all share a common feature: they show a kink, a sharp upward movement from approximately 1950 onwards. These indicators point towards an unprecedented intensification and acceleration of human activity and self-destructive use of resources necessary to sustain this development under capitalism. Which begs the question: what happened in the early 1950s to enable this process? There is certainly no single answer to this question, my intention is to focus on one cause that has been relatively overlooked in this debate: computing.

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17.03. Geben und Schenken. Gabenökonomie im Horizont der Digitalisierung (ifk, Wien)

Geben und Schenken.
Gabenökonomie im Horizont der Digitalisierung

16.–18. März 2022
IFK
Reichsratsstraße 17
1010 Wien

»Open source«, »file-sharing«, »crowdfunding«, »peer production« – die Welt der digitalen Kommunikation ist voller Wirtschaftspraktiken, die dem Geben und Schenken näher sind als dem Marktkauf. Zwar ist die Gabe durch Marcel Mauss’ »Essai sur le don« in den Kanon der Kulturethnologie aufgestiegen, aber in der Wirtschaftswissenschaft gilt das Schenken eher als Fossil eines vorökonomischen Zeitalters.

Im Horizont der Digitalisierung wird eine Wirtschaftswissenschaft notwendig, die, um mögliche Entwicklungen einer global vernetzten Kooperationsgesellschaft zu reflektieren, neben dem Paradigma der jeweils abgeschlossenen Tauschhandlungen zwischen beliebigen Personen auch das Paradigma der endlos unabgeschlossenen Gabe zwischen miteinander verbundenen Personen gelten lässt. Die Tagung versammelt Autor*innen, deren Forschungen die sozialen Phänomene des reziproken Gebens und des ostentativen Schenkens beschreiben und verständlich machen. Sie thematisieren die sozial- wissenschaftliche Wiederaufnahme des »Gabenparadigmas« (Frank Adloff), sein Wirken in Organisationen und Gemeinwesen, seine Ausprägung in der Logik des Rechts und in den Narrativen der Literatur, und seine Erscheinungsform in Kulturen, in denen die Versorgung mittels Markt transaktionen eine geringere Rolle spielte. Ihren gemeinsamen Bezugspunkt finden diese Studien in Beiträgen, die ausgewählte Fälle von Geben und Schenken in digitalen Netzwerken vorstellen.

Donnerstag, 17.03. 14:00

Jasmin Schreyer. Praktiken des Gebens und Teilens in der digitalen Ökonomie

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