felix's blog

Book Out: Digital Condition (Polity Press)

I'm very happy my new book (a translation of Kultur der Digitalität) has just been published by Polity Press.

In the book I argue that referentiality, communality, and algorithmicity have become the characteristic cultural forms of the digital condition because more and more people – in more and more segments of life and by means of increasingly complex technologies – are actively (voluntarily and/or compulsorily) participating in the negotiation of social meaning. They are thus reacting to the demands of a chaotic, overwhelming sphere of information and thereby contributing to its greater expansion. It is the ubiquity of these cultural forms that makes it possible to speak of the digital condition in the singular.

The goals pursued in these cultural forms, however, are as diverse, contradictory, and conflicted as society itself. It would therefore be equally false to assume uniformity or an absence of alternatives in the unfolding of social and political developments. On the contrary, the idea of a lack of alternatives is an ideological assertion that is itself part of a specific political agenda. Indeed, advanced democracies are faced with a profound choice, to continue their long slide towards post-democratic authoritarianism or reinvent democracy for the digital condition.

You can get it from the publisher (UK, US), from Amazon (UK, US), or you local bookseller (UK, US).

The great cover image is by the Dutch artist Bernaut Smilde, from the series Nimbus, Probe #6, 2010.

Updates

23.11. Authentizät und Feedback (Berlin)

Authentizität und Feedback:
Performances, Gespräche, Ausstellung

21.11.2019, 19:00 - 24.11.2019
ESPACE DIAPHANES, Dresdener Str. 118, 10999 Berlin

https://www.diaphanes.net/veranstaltung/authentizitaet-und-feedback-6049

Kaum eine Wahrheitsfigur des zeitgenössischen Subjekts scheint heute prekärer und wirkungsvoller, kaum eine Eigenschaft gesuchter und ferner, kaum ein Kriterium relevanter und zweifelhafter als »Authentizität«. Unverwechselbare Persönlichkeit, erlebte Erfahrung und mit solcher unterlegte Erzählungen und Urteile sind knappe Ressourcen im Kampf um Distinktion und Aufmerksamkeit, Macht und Bedeutung, Emanzipation und Autonomie.

Zugleich aber zeitigen massenhaft ausgewertete Daten über Verhalten und Vorlieben, Herkunft und Vita seltsame Rückwirkungen auf vermeintlich individuelle Erfahrungsgehalte und allgemeine Wahrheitshorizonte, formieren und kontrollieren algorithmische Funktionen Fremd- und Selbstbilder, reproduzieren und erschaffen technologische Medien alte und neue Konformismen und Ideologien.

Vom 21. bis 24. November befragen Performances und Gespräche – begleitet von einer Ausstellung, der Präsentation des Projekts »Einhunderttausend Wörter suchen einen Autor« (100000words.net) und dem Release der gleichnamigen Magazinausgabe DIAPHANES Nr. 8/9 – das bizarre Zusammenspiel von »Authentizität« und »Feedback«, stellen die daraus emergierenden Kräfte aus und auf die Probe und spielen mit den noch unbekannten Wirkungen in Kunst, Literatur, Diskurs.

Eröffnet wird das Festival mit einer Keynote von Tom McCarthy. An den Folgetagen laden wir zur Vernissage, zu Performances von Nicole Bachmann, Discoteca Flaming Star, Michele Pedrazzi und einem Konzert aus Stimmen von LXAR (Alexander Paulick & Andreas Reihse) mit anschließender Magazine-Release-Party. Und zu den Gesprächen »Authentizität und Feedback« (Barbara Basting, Claus Pias und Felix Stalder) und »Was ist ein Autor?« (Kathrin Röggla und Sandro Zanetti).

14.11. Menschen, Dinge, Natur: Drei Dimensionen der Digitalität (Wien)

14. November 2019, 16:30 - 18:30,
Institut für höhere Studien (IHS), Josefstädter Straße 39, 1080 Wien

https://www.ihs.ac.at/de/events/detail/event/termin/menschen-dinge-natur...

Digitalität ist gekennzeichnet durch eine enorme Erweiterung der Positionen, die in die mal mehr mal weniger konfliktreiche Verhandlung normativer Fragen (etwa, wer sind wir und was ist uns wichtig?) einfließen. Große historische Entwicklungen – Entstehung der Wissensökonomie, soziale Liberalisierung und Globalisierung – schufen ab den 1960er Jahren dafür den Raum und brachten bestehende Verfahren und Institutionen der Wissensordnung und der Repräsentation in die Krise. Denn sie sind nicht dafür ausgelegt, mit dieser Fülle an Positionen umzugehen. Parallel dazu schuf Digitalisierung eine neue Kommunikationsinfrastruktur, die darauf ausgerichtet ist, mit sehr großen Informationsmengen umzugehen und eine sehr hohe interne Komplexität zu organisieren.

Soziale und technische Entwicklungen erweitern aber nicht nur der Kreis der menschlichen Positionen, die sich sie artikulieren können (aber dabei natürlich nicht immer Gehör finden). Sie geben auch immer mehr Gegenständen die Fähigkeit, ihre Umwelt wahrzunehmen, diese Wahrnehmung zu analysieren und die Resultate dieser Analyse in irgendeiner Weise, wieder in die Umwelt einzuspeisen. Und sei es nur als Schranke, die sich öffnet, wenn man sich eine autorisierte Person nähert. Auch immer mehr biologische Akteure und Systeme werden mit Hilfe von Sensoren und Prozessoren in die digitale Kommunikationsraum eingebunden, von einzelnen Insekten bis zu umfassenden Meeresströmungen.

Solidarität und digitale Gesellschaft: Impulse

"Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf die Solidarität? Die Stiftung Sanitas Krankenversicherung stellt Studien vor und bietet Experten und Think Tanks eine Plattform für Diskussionsbeiträge."

Mein Beitrag, ein Interview, beschreibt wie durch die Digitalisierung eine neue Infrastruktur für soziale Prozesse geschaffen wurde und welche Potentiale für neue Formen der Solidarität vorhanden sind.

Interview in De, Fr, It.

31.10. Das Formular (Vienna)

23.10. Die Open Dimension von Citizen Science (Zürich)

Ringvorlesung Partizipative Wissenschaftsakademie

«Citizen Science» und andere partizipative Forschungsansätze bekommen seit einigen Jahren immer grössere Aufmerksamkeit. Nicht zuletzt haben technologische Entwicklungen zu einem Boom in der Bürgerwissenschaft geführt. Die Ziele der Einbeziehung von Bürgerinnen und Bürgern in die Wissenschaft sind vielfältig und reichen von der Stärkung benachteiligter Gruppen bis hin zur Vergrösserung von Datenbeständen.

In der Ringvorlesung diskutieren wir, was Citizen Science als Teil einer transformativen Wissenschaft ausmacht. Referent*innen und Diskutant*innen aus unterschiedlichen Disziplinen hinterfragen: Wie kann Citizen Science zu gesellschaftlich relevanter Forschung beitragen? Welches Potenzial haben partizipative Ansätze um den Dialog zwischen Gesellschaft und Forschung zu stärken? Was bedeutet exzellente Forschung für Citizen Science Projekte?

Ziel der Ringvorlesung ist es, ein differenziertes Verständnis des Konzeptes Citizen Science und dessen transformativem Potenzial zu diskutieren. Die Ringvorlesung wird von der Partizipativen Wissenschaftsakademie gemeinsam mit dem Citizen Science Center Zürich organisiert.

Die Open Dimension von Citizen Science
Mittwoch, 23. Oktober 2019, 18:15 Uhr bis 19:45 Uhr

Mit Gabi Schneider, swissuniversities, Bern, Aktionsplan Open Access
Diskutant: Prof. Dr. Felix Stalder, Zürcher Hochschule der Künste, Professor Digitale Kultur und Theorien der Vernetzung

https://www.uzh.ch/cmsssl/de/outreach/events/rv/2019hs/citizen-science.html

17 - 19.10. Deep Horizon: The Cultures of Forecasting (Vienna)

October 17-19, 2019. Kunsthalle Wien Karlsplatz. PROGRAM ABSTRACTS

OPEN SCORES. How to program the Commons

21 September – 12 October 2019
panke.gallery, Berlin
Open Scores

This exhibition brings together 16 practices through which artists articulate their own forms of (digital) commons. From online archives, to digital tools/infrastructure and educational formats, the projects envision a (post-)digital culture in which notions of collaboration, free access to knowledge, sustainable use of shared resources and data privacy are central.

For the exhibition, artists have developed a SCORE relating to their practice. A SCORE can have different meanings: It can be a general instruction, a working instruction, a performance instruction or an operating instruction. In any case, it is meant to lead to a realization of an intended action and as such is an interface between a human actor and an object/material/machine. And a SCORE can also be linked to a technical HOWTO document, in that it contains information on how to perform a specific task.

Syndicate content