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06.12. Kultur der Digitalität (Klagenfurt)

Talks & Events - 5 December, 2016 - 17:15

Institutskolloquium "Felder der angewandten Kulturwissenschaft" WS 2016/17

Dienstag, 06.12.2016, 18.00 Uhr, Z.1.09

Felix Stalder (Zürich): Die Kultur der Digitalität
Kooperation mit dem AAU MK – Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft

Referentialität, Gemeinschaftlichkeit und Algorithmizität wurden zu den charakteristischen Formen der Kultur der Digitalität, weil sich immer mehr Menschen auf immer mehr Feldern und mithilfe immer komplexerer Technologien aktiv in die Verhandlung von sozialer Bedeutung einschreiben (müssen). Sie reagieren so auf die Herausforderungen einer chaotischen, überbordenden Informationssphäre und tragen zu deren weiteren Ausbreitung bei. Die Allgegenwart dieser Formen macht es sinnvoll, überhaupt von der Kultur der Digitalität im Singular zu sprechen. Die Ziele, die in diesen kulturellen Formen verfolgt werden, sind jedoch so vielfältig, widersprüchlich und konfliktreich wie die Gesellschaften als Ganzes. Deshalb wäre es falsch zu vermuten, dass die gesellschaftlich-politische Entwicklung ebenfalls in einem alternativlosen Singular verlaufe. Im Gegenteil, Alternativlosigkeit ist eine ideologische Behauptung, die selbst Teil eines partikularen politischen Programms ist.

Information Ecology (1997)

my publications - 17 November, 2016 - 15:54

This is a very old text. In fact, one of the first I've ever written, from 1997. I re-post it here because it has now been included in the new MIT Publication "Information" (edited by Sarah Cook), which is "one of a series documenting major themes and ideas in contemporary art." Unfortunately, there was a mistake in editing and now it appears erroneously as "information economy". Similar, but not quite the same :)

It's still a good text, even if the McLuhanite language feels a heavy. But as a historic document I'm happy to see it re-published, particularly now that "ecological approaches" to media are once again becoming popular.

Information Ecology

A position paper (version 1.0) McLuhan Program in Culture and Technology, FIS, UofT, 1997

"New media are not bridges between man and nature: they are nature." Marshall McLuhan, 1969

Media build an integrated environment based on flows of information. Increasingly, this environment provides the primary setting for human agency. Information ecology aims at understanding the properties of this environment in order to use its potential, avoid its dangers and influence its development positively.

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03.12. Unboxing. Algorithmen, Daten und Demokratie. RLS (Berlin)

Talks & Events - 14 October, 2016 - 10:07

Mit Tiziana Terranova, Anke Domscheit-Berg, Tomislav Medak, Halina Wawzyniak, Felix Stalder, Richard Barbrook, Katalin Gennburg, Francesca Bria, Lorenz Krämer, AlgorithmWatch, Martin Delius, Jörg Blumtritt, Agata Krolikowski, Evgeny Morozov
Samstag, 03.12.2016 | 10:00 Uhr bis 21:00 Uhr

Rosa-Luxemburg-Stiftung, Münzenbergsaal, Berlin
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

https://www.rosalux.de/event/56358/unboxing.html

Wie verändert der zunehmende Einsatz von Algorithmen die Spielregeln politischen Denkens und Handelns? Wie verändern sich Herrschaft, Kontrolle und Kapitalismus? Und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für Kräfteverhältnisse, Organisierung und politische Intervention?

Über unsere Welt legt sich ein immer feinmaschiger werdendes Netz an Sensoren und Schnittstellen. Diese immer leistungsfähiger werdenden Datenquellen und entsprechende Algorithmen versprechen alle Bereiche unseres Lebens, von der Stadt, über die Schule, den Arbeitsplatz, bis hin zum eigenen Haushalt «smart» zu machen. Auf dieser Grundlage werden Entscheidungen getroffen, die individuellen Alltag und öffentliches Leben beeinflussen, aber kaum nachvollziehbar sind. In vielen Bereichen bedeutet dies nicht nur Intransparenz, sondern auch konkrete Diskriminierung, zum Beispiel bei Werbung, Krediteinstufungen, Jobchancen, Polizeikontrollen oder Einreiseerlaubnissen. Schon das Wissen um die Möglichkeit, permanente Lieferantin von Daten zu sein, ist ein Moment sozialer Kontrolle - ausgehend sowohl von staatlichen Akteuren als auch von Wirtschaftsunternehmen wie Google, Facebook oder der Deutschen Post.

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28.11. Fiktion und Wirkungsmacht (Wien)

Talks & Events - 13 October, 2016 - 08:34

Fiktion und Wirkungsmacht. Politik zwischen Big Data und Postfaktizität.

Buchpräsentation 28. November 19:00
Depot- Kunst und Diskussion, Breitegasse 7, A-1070, Wien

Mit Andrea Roedig, Judith Simon, Konrad Becker und Felix Stalder (Hg.)

Andrea Roedig ist Publizistin und Autorin in Wien. Judith Simon arbeitet zu Philosophy of Science and Technology in Wien und Kopenhagen.

Der vierte Band in der Reihe der Texte zur Zukunft der Kulturpolitik untersucht Narrative auf ihre gesellschaftliche Wirkungsmacht und diskutiert die politischen Zusammenhänge von Fiktion und Fakten.

Erzählungen und Fiktionen sind aus der Kulturgeschichte nicht wegzudenken. Menschen verstehen die Welt durch Überlieferungen, die ihre Wirklichkeit abbilden. Beschreibungen von Möglichkeiten erhalten dabei den Vorzug gegenüber konkreten Optionen des menschlichen Handelns, wodurch sich narrative Fiktionen zu politischen Handlungssträngen verdichten. Die Begründung einer Dominanz gesellschaftlicher Gruppen benötigt aber Legenden, die plausibel genug erscheinen, um den Glauben an ihre Wirklichkeit zu festigen. Die Rechtfertigung von sozialen und kulturellen Regeln wird durch Erzählungen gestützt. Handlungen basieren vor allem auf Beschreibungen, die individuelles Verhalten durch die Konstruktion der Schilderung beeinflussen und durch ein dramaturgisches Repertoire beschränken. Im postpolitischen Zeitalter scheinen die “großen Erzählungen” an ihrem Ende angelangt zu sein – jedoch nur vordergründig, denn auch weiterhin bestimmen Narrative die wesentlichsten gesellschaftlichen Zusammenhänge.

Mit Beiträgen von Konrad Becker, Eva Horn, Fran Ilich, Albrecht Koschorke, Andrea Roedig, Ferdinand Schmatz, Ove Sutter, Peter Lamborn Wilson und Sabine Zelger

Becker, Konrad und Felix Stalder (Hrsg.) (2016): Fiktion und Wirkungsmacht Texte zur Zukunft der Kulturpolitik IV, Wien: Löcker.

16.11. IT Gipfel (Saarbrücken)

Talks & Events - 12 October, 2016 - 13:45

Ich werde im Rahmen des "nationalen IT Gipfel" (16./17.11.2016, Saarbrücken) an einer Paneldiskussion mit dem schönen Titel "Werte. Ordnung. Digitale Welt - Welche Grundsätze und Regeln sollen gelten?" teilnehmen. Meine MitdiskutandInnen sind der Bundesjustizminister Heiko Maas, die Vorsitzende der Geschäftsführung der IBM Deutschland, Martina Koederitz sowie Susanne Dehmel, Mitglied der Geschäftsführung des Branchenverbands Bitkom.

Hier das detaillierte Programm.

Bin gespannt...!

15.11. In Search of Serendipity (Vienna)

Talks & Events - 11 October, 2016 - 16:22

Search for... Serendipity. The more you search, the less you find.

Ein Projekt von Julia Hartmann & Magdalena Stöger

Diskussionsrunde mit ExpertInnen und WissenschaftlerInnen
15. November 2016, 17.30 Einlass, 18.00 Beginn
Projektraum Malzgasse 12A
Malzgasse 12A
1020 Wien

https://www.facebook.com/searchforserendipity/

Mit den Daten, die wir in unsere Smartphones und Computer eingeben füttern wir tagtäglich Algorithmen, die unterschwellig Informationen filtern, Wissen klassifizieren und unser (zukünftiges) Ich beeinflussen. Dir ist vielleicht bewusst, dass du ein gläserner Mensch bist, aber ist dir auch bewusst, dass unser Onlineverhalten nicht nur beobachtet und gespeichert wird, so dern auch ein digitales Abbild unserer Persönlichkeit schafft?

Die mathematische Übersetzung charakteristischer Eigenschaften in normative Interessen, Entscheidungen und Meinungen steuert unseren Individualisierungsprozess hin zu einer gewissen Vorhersehbarkeit – jeder Klick, jedes Like und jeder Suchbegriff hilft zu bestimmen wer du bist. Dadurch sind die angebotenen Informationen von deiner früheren Suche abhängig und können sogar deine zukünftige Denkweise beeinflussen. Wir können nicht mitentscheiden, was wir angeboten und was wir nie zu sehen bekommen – die Informationsblase​1​, in der wir uns befinden, platzt nicht.

Aber wer kontrolliert diesen Informationsfluss? Wer filtert, kategorisiert oder zensiert?

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12.11. Datendada (Wien)

Talks & Events - 10 October, 2016 - 16:26

Vortrag, Diskussion und Live-Performance. Mit Christiane Frohmann, Felix Stalder und Sarah Berger

Ort: Kunstraum Damani, Zollergasse 15, Wien. 19.00h
http://www.damani.at/

Datendada heißt: die digitalen Medien gegen den Strich spielen. »Codepoesie reißt algorithmengesteuert Worte, Bilder und Klänge aus dem Zusammenhang und versetzt sie in neue Kontexte und Konstellationen. So werden gewohnte bis gewöhnliche ideelle Inhalte zu potenziellen mentalen Störenfrieden, wirken als Datendada.« Im Jubiläumsjahr haben Digital-Theoretikerin Christiane Frohmann und Gesa Schneider vom Literaturhaus Zürich die europäischen Dada-Metropolen Zürich, Wien und Berlin in Gestalt einer RL&Skype-Lesungsreihe zum Thema Datendada wieder verbunden. In Wien findet nun die letzte Veranstaltung, Datendada_3/3, statt. Ging es in Zürich (1/3) um Datendada als antibesorgtbürgerliche Strategie und in Berlin (2/3) um bewusstes im Gegensatz zu emergierendem Datendada, wird in Wien nun danach gefragt, ob auch Internettrolle zum Datendada gerechnet werden müssten, schließlich reklamieren manche von ihnen für sich, mittels von Bots Troll-Kunst zu produzieren.

Einleitend stellt Christiane Frohmann das Konzept von Datendada vor und fasst die Thesen und Erkenntnisse der Veranstaltungen in Zürich und Berlin zusammen, um dann ihre Gedanken zur Möglichkeit einer dunklen Seite von Datendada zu formulieren. Felix Stalder, Professor für Digitale Kultur und Theorien der Vernetzung an der Zürcher Hochschule der Künste, diskutiert diese Thesen mit Frohmann und ordnet sie in den breiteren Rahmen digitaler Kultur ein. Autorin Sarah Berger reagiert in einer Live-Performance poetisch auf ihre Erfahrung bot-gestützten Getrolltwerdens im Netz.

22.10. Datenspuren, 2016 (Dresden)

Talks & Events - 9 October, 2016 - 12:05

Es freut mich sehr, bei der diesjährigen Ausgabe der Datenspuren (22/23.10.), dem Kongress des Chaos Computer Club Dresden, den Eröffnungsvortrag halten zu können.

Abstract:

"Jenseits der Privatesphäre. Neue Formen der Autonomie"

Eines der wesentlichen Merkmale der "Gutenberg Galaxis" (McLuhan) war die Spannung zwischen den gegensätzlichen, aber gemeinsam das Feld des politischen Handelns strukturierenden Dynamiken: zentrale (staatliche) Planung/Kontrolle auf der einen Seite und Autonomie des Individuums auf der anderen. Ersteres wurde angetrieben durch die Herausbildung hierarchischer Bürokratien als Organisationsform des kollektiven Handelns letzteres durch die Herausbildung des (männlich-weißen) Bürgers als politisches Subjekt. Das Konzept der Privatsphäre spielte dabei eine wesentliche Rolle, um das Verhältnis zwischen diesen beiden Dynamiken auszutarieren und in der demokratischen Öffentlichkeit zu verhandeln.

Heute erleben wir, wie diese Struktur auseinanderbricht. Sowohl die Formen der instutioneller Kontrolle wie auch die Subjektivierungsweisen politischer Akteure verändern sich. In Folge kann das klassische Konzept der Privatsphäre wesentliche Aspekte seiner politischen Funktion nicht mehr erfüllen. Das „Ende der Privatsphäre“ verweist in diesem Sinne auf eine doppelte Transformation hin. Zum einen, wie Menschen versuchen, Autonomie zu erreichen zum anderen, wie Kontrolle ihr Leben durchzieht.

01.09. Netzpolitischer Abend (Wien)

Talks & Events - 30 August, 2016 - 10:34

Update: Alle Präsentationen sind nun auch online.

offizielle Ankündigung

Endlich. Am 1. September 2016 kehrt der letzte Netzpolitische Abend AT (#NetzPAT) aus der Sommerpause zurück, seit kurzem mit eigenem Logo, aber ansonsten wie immer ab 19:30 Uhr im Wiener Metalab mit drei Kurzvorträgen:

Margaritha Köhl (Universität Wien): Politiken des Affektiven im Netz
Felix Stalder (@stalfel): Urheberrechtsreform und Überwachungsgesetze in der Schweiz
Stefan Kasberger (@stefankasberger): Offene Wahlen AT – Open Data bei Wahlen

Im Anschluss an die Vorträge folgt das OpenMic für kurze Ankündigungen, bevor Diskussion und Austausch bei Mate, Bier und anderen Getränken vertieft werden. Der Audio-Livestream wird wieder unter folgenden Links verfügbar sein

Browser: http://stream.xaok.org:8000/aufdraht.mp3.m3u
Player: http://stream.xaok.org:8000/aufdraht.mp3

Wer mag, kann sich gerne auch bei Facebook für den #NetzPAT anmelden und so am Laufenden bleiben.

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