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Die Algorithmen, die wir brauchen

my publications - 8 hours 10 min ago

Foto: jurvetson unter CC-BY 2.0.

Netzpolitik.org und die Rosa Luxemburg Stiftung (auch als PDF) haben einen erweiterte, redigierte, deutsch-sprachige Fassung meines Vortrags vom 3.12. publiziert. Danke an beide für die Redaktion und Koordination.

25.01. Veränderung durch Digitalisierung –Lernen von anderen Branchen. Keynote, (Berlin)

Talks & Events - 8 January, 2017 - 21:45

Veranstaltung aus der Reihe „Hochschulperspektiven“, Fernuniversität Hagen.

https://www.fernuni-hagen.de/themen/hochschulperspektiven.shtml

Thema der Veranstaltung:

Die Digitalisierung hat in einigen Branchen der Wirtschaft bereits zu eklatanten Veränderungen geführt und den Kern von Herstellungs-, Vertriebs- und Arbeitsprozessen in Frage gestellt. In den „Pionierbranchen“ Medien und Musik sind Anpassungen über völlig neue Geschäftsmodelle erfolgt.

Auch Hochschulen müssen sich auf derartige Einschnitte vorbereiten. Hier gilt es von anderen Bereichen zu lernen und die Dynamik der Veränderungsprozesse, die auch das Lernen und Lehren beeinflussen, rechtzeitig mitzugestalten.

Wann:
25. Januar 2017, 11 – 17.15 Uhr

Wo:
Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund
Hiroshimastraße 12 – 16
10785 Berlin-Tiergarten

Flyer mit Programm

24.01. Sozial im Netz (Keynote via Skype)

Talks & Events - 8 January, 2017 - 21:38

Keynote zu „Kultur der Digitalität“ (via Skype)

Referentialität, Gemeinschaftlichkeit und Algorithmizität wurden zu den charakteristischen Formen der Kultur der Digitalität, weil sich immer mehr Menschen auf immer mehr Feldern und mithilfe immer komplexerer Technologien aktiv in die Verhandlung von sozialer Bedeutung einschreiben (müssen). Sie reagieren so auf die Herausforderungen einer chaotischen, überbordenden Informationssphäre und tragen zu deren weiteren Ausbreitung bei. Die Allgegenwart dieser Formen macht es sinnvoll, überhaupt von der Kultur der Digitalität im Singular zu sprechen.

http://caritas-fachtag.de/ueber-den-fachtag/

Über den Fachtag

*Das Digitale gewinnt in der Sozialen Arbeit kontinuierlich an Bedeutung. Aber immer noch gibt es viele Vorbehalte. Zahlreiche Mitarbeitende in der Sozialen Arbeit und der Pflege wissen (noch) nicht, welche Chancen und Potenziale, aber auch Risiken in Sozialen Medien für ihre Arbeit und die Kommunikation mit Klienten und Bewohnern liegen.

Kreativität, Schnelligkeit und große Reichweite

Ob als Sprachrohr für sozialpolitische Botschaften, als niederschwelliger Zugang zum Hilfesystem oder als Kommunikationsplattform, als gezielte Ansprache von Unterstützern oder schnelle Übermittlung von Botschaften und Informationen: Facebook, Blog, Snapchat und Co. setzen Energie und Kreativität frei und übertreffen herkömmliche Kommunikationswege mit Zielgruppen in der Sozialen Arbeit und Pflege in Flexibilität, Schnelligkeit, Reichweite und Dialogmöglichkeiten.

Die Digitalisierung wird von vielen Fragen begleitet

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Wissensgesellschaft, in: Smarte Worte. Das kritische Lexikon der Digitalisierung

my publications - 7 January, 2017 - 00:41

Ich habe den Eintrag zur "Wissensgesellschaft" für Smarte Worte. Das kritische Lexikon der Digitalisierung verfasst. [ PDF]

Aus dem Vorwort der HerausgeberInnen:
Immer weitere Bereiche unseres Alltags und unseres öffentlichen Lebens werden von intransparenten und nicht mehr nachvollziehbaren technischen Systemen beeinflusst oder gar gesteuert. Der US-amerikanische Juraprofessor Frank Pasquale spricht in diesem Zusammenhang von einer Black-Box-Gesellschaft. Angesichts der zu befürchtenden und schon jetzt zu beobachtenden Entdemokratisierungstendenzen ist es unserer Ansicht nach dringend an der Zeit für ein kritisches Auspacken dieser algorithmischen Systeme und der dahinterstehenden Geschäftsmodelle des Überwachungskapitalismus.

Wissensgessellschaft

Wissensgesellschaft ist ein ambitionierter, aber höchst unscharfer Großbegriff, der besonders im deutschen Sprachraum oft anstelle des etwas zurückhaltenderen Begriffs Informationsgesellschaft verwendet wird. Der Begriff stammt aus den US-amerikanischen Wirtschaftswissenschaften, die damit die Auswirkungen der wachsenden Komplexität von Verwaltung und Wirtschaft der Nachkriegsjahre zu fassen versuchten. 1957 sprach der Managementtheoretiker Peter Drucker erstmals vom Wissensarbeiter (»knowledge worker«), um damit eine wachsende Klasse von Angestellten in privaten wie öffentlichen Verwaltungs-, Entwicklungs- und Forschungsabteilungen zu bezeichnen, deren Aufgabe es war, komplexe, wissenschaftlich gestützte Tätigkeiten auszuüben. 1962 veröffentlichte der Makroökonom Fritz Machlup die empirische Studie »The Production and Distribution of Knowledge in the United States« in der er resümierte, dass bereits mehr als 40 Prozent aller Beschäftigten in der »Wissensökonomie« (»knowledge economy«) tätig seien. Die empirische Orientierung auf die US-Wirtschaft hatte zur Folge, dass stillschweigend vorausgesetzt wurde, dass die Wissensgesellschaft eine kapitalistische sei und Wissen als Eigentum zu behandeln sei. Daran hat sich bis heute wenig geändert.

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06.12. Kultur der Digitalität (Klagenfurt)

Talks & Events - 5 December, 2016 - 17:15

Institutskolloquium "Felder der angewandten Kulturwissenschaft" WS 2016/17

Dienstag, 06.12.2016, 18.00 Uhr, Z.1.09

Felix Stalder (Zürich): Die Kultur der Digitalität
Kooperation mit dem AAU MK – Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft

Referentialität, Gemeinschaftlichkeit und Algorithmizität wurden zu den charakteristischen Formen der Kultur der Digitalität, weil sich immer mehr Menschen auf immer mehr Feldern und mithilfe immer komplexerer Technologien aktiv in die Verhandlung von sozialer Bedeutung einschreiben (müssen). Sie reagieren so auf die Herausforderungen einer chaotischen, überbordenden Informationssphäre und tragen zu deren weiteren Ausbreitung bei. Die Allgegenwart dieser Formen macht es sinnvoll, überhaupt von der Kultur der Digitalität im Singular zu sprechen. Die Ziele, die in diesen kulturellen Formen verfolgt werden, sind jedoch so vielfältig, widersprüchlich und konfliktreich wie die Gesellschaften als Ganzes. Deshalb wäre es falsch zu vermuten, dass die gesellschaftlich-politische Entwicklung ebenfalls in einem alternativlosen Singular verlaufe. Im Gegenteil, Alternativlosigkeit ist eine ideologische Behauptung, die selbst Teil eines partikularen politischen Programms ist.

Information Ecology (1997)

my publications - 17 November, 2016 - 15:54

This is a very old text. In fact, one of the first I've ever written, from 1997. I re-post it here because it has now been included in the new MIT Publication "Information" (edited by Sarah Cook), which is "one of a series documenting major themes and ideas in contemporary art." Unfortunately, there was a mistake in editing and now it appears erroneously as "information economy". Similar, but not quite the same :)

It's still a good text, even if the McLuhanite language feels a heavy. But as a historic document I'm happy to see it re-published, particularly now that "ecological approaches" to media are once again becoming popular.

Information Ecology

A position paper (version 1.0) McLuhan Program in Culture and Technology, FIS, UofT, 1997

"New media are not bridges between man and nature: they are nature." Marshall McLuhan, 1969

Media build an integrated environment based on flows of information. Increasingly, this environment provides the primary setting for human agency. Information ecology aims at understanding the properties of this environment in order to use its potential, avoid its dangers and influence its development positively.

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03.12. Unboxing. Algorithmen, Daten und Demokratie. RLS (Berlin)

Talks & Events - 14 October, 2016 - 10:07

Mit Tiziana Terranova, Anke Domscheit-Berg, Tomislav Medak, Halina Wawzyniak, Felix Stalder, Richard Barbrook, Katalin Gennburg, Francesca Bria, Lorenz Krämer, AlgorithmWatch, Martin Delius, Jörg Blumtritt, Agata Krolikowski, Evgeny Morozov
Samstag, 03.12.2016 | 10:00 Uhr bis 21:00 Uhr

Rosa-Luxemburg-Stiftung, Münzenbergsaal, Berlin
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

https://www.rosalux.de/event/56358/unboxing.html

Wie verändert der zunehmende Einsatz von Algorithmen die Spielregeln politischen Denkens und Handelns? Wie verändern sich Herrschaft, Kontrolle und Kapitalismus? Und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für Kräfteverhältnisse, Organisierung und politische Intervention?

Über unsere Welt legt sich ein immer feinmaschiger werdendes Netz an Sensoren und Schnittstellen. Diese immer leistungsfähiger werdenden Datenquellen und entsprechende Algorithmen versprechen alle Bereiche unseres Lebens, von der Stadt, über die Schule, den Arbeitsplatz, bis hin zum eigenen Haushalt «smart» zu machen. Auf dieser Grundlage werden Entscheidungen getroffen, die individuellen Alltag und öffentliches Leben beeinflussen, aber kaum nachvollziehbar sind. In vielen Bereichen bedeutet dies nicht nur Intransparenz, sondern auch konkrete Diskriminierung, zum Beispiel bei Werbung, Krediteinstufungen, Jobchancen, Polizeikontrollen oder Einreiseerlaubnissen. Schon das Wissen um die Möglichkeit, permanente Lieferantin von Daten zu sein, ist ein Moment sozialer Kontrolle - ausgehend sowohl von staatlichen Akteuren als auch von Wirtschaftsunternehmen wie Google, Facebook oder der Deutschen Post.

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28.11. Fiktion und Wirkungsmacht (Wien)

Talks & Events - 13 October, 2016 - 08:34

Fiktion und Wirkungsmacht. Politik zwischen Big Data und Postfaktizität.

Buchpräsentation 28. November 19:00
Depot- Kunst und Diskussion, Breitegasse 7, A-1070, Wien

Mit Andrea Roedig, Judith Simon, Konrad Becker und Felix Stalder (Hg.)

Andrea Roedig ist Publizistin und Autorin in Wien. Judith Simon arbeitet zu Philosophy of Science and Technology in Wien und Kopenhagen.

Der vierte Band in der Reihe der Texte zur Zukunft der Kulturpolitik untersucht Narrative auf ihre gesellschaftliche Wirkungsmacht und diskutiert die politischen Zusammenhänge von Fiktion und Fakten.

Erzählungen und Fiktionen sind aus der Kulturgeschichte nicht wegzudenken. Menschen verstehen die Welt durch Überlieferungen, die ihre Wirklichkeit abbilden. Beschreibungen von Möglichkeiten erhalten dabei den Vorzug gegenüber konkreten Optionen des menschlichen Handelns, wodurch sich narrative Fiktionen zu politischen Handlungssträngen verdichten. Die Begründung einer Dominanz gesellschaftlicher Gruppen benötigt aber Legenden, die plausibel genug erscheinen, um den Glauben an ihre Wirklichkeit zu festigen. Die Rechtfertigung von sozialen und kulturellen Regeln wird durch Erzählungen gestützt. Handlungen basieren vor allem auf Beschreibungen, die individuelles Verhalten durch die Konstruktion der Schilderung beeinflussen und durch ein dramaturgisches Repertoire beschränken. Im postpolitischen Zeitalter scheinen die “großen Erzählungen” an ihrem Ende angelangt zu sein – jedoch nur vordergründig, denn auch weiterhin bestimmen Narrative die wesentlichsten gesellschaftlichen Zusammenhänge.

Mit Beiträgen von Konrad Becker, Eva Horn, Fran Ilich, Albrecht Koschorke, Andrea Roedig, Ferdinand Schmatz, Ove Sutter, Peter Lamborn Wilson und Sabine Zelger

Becker, Konrad und Felix Stalder (Hrsg.) (2016): Fiktion und Wirkungsmacht Texte zur Zukunft der Kulturpolitik IV, Wien: Löcker.

16.11. IT Gipfel (Saarbrücken)

Talks & Events - 12 October, 2016 - 13:45

Ich werde im Rahmen des "nationalen IT Gipfel" (16./17.11.2016, Saarbrücken) an einer Paneldiskussion mit dem schönen Titel "Werte. Ordnung. Digitale Welt - Welche Grundsätze und Regeln sollen gelten?" teilnehmen. Meine MitdiskutandInnen sind der Bundesjustizminister Heiko Maas, die Vorsitzende der Geschäftsführung der IBM Deutschland, Martina Koederitz sowie Susanne Dehmel, Mitglied der Geschäftsführung des Branchenverbands Bitkom.

Hier das detaillierte Programm.

Bin gespannt...!

15.11. In Search of Serendipity (Vienna)

Talks & Events - 11 October, 2016 - 16:22

Search for... Serendipity. The more you search, the less you find.

Ein Projekt von Julia Hartmann & Magdalena Stöger

Diskussionsrunde mit ExpertInnen und WissenschaftlerInnen
15. November 2016, 17.30 Einlass, 18.00 Beginn
Projektraum Malzgasse 12A
Malzgasse 12A
1020 Wien

https://www.facebook.com/searchforserendipity/

Mit den Daten, die wir in unsere Smartphones und Computer eingeben füttern wir tagtäglich Algorithmen, die unterschwellig Informationen filtern, Wissen klassifizieren und unser (zukünftiges) Ich beeinflussen. Dir ist vielleicht bewusst, dass du ein gläserner Mensch bist, aber ist dir auch bewusst, dass unser Onlineverhalten nicht nur beobachtet und gespeichert wird, so dern auch ein digitales Abbild unserer Persönlichkeit schafft?

Die mathematische Übersetzung charakteristischer Eigenschaften in normative Interessen, Entscheidungen und Meinungen steuert unseren Individualisierungsprozess hin zu einer gewissen Vorhersehbarkeit – jeder Klick, jedes Like und jeder Suchbegriff hilft zu bestimmen wer du bist. Dadurch sind die angebotenen Informationen von deiner früheren Suche abhängig und können sogar deine zukünftige Denkweise beeinflussen. Wir können nicht mitentscheiden, was wir angeboten und was wir nie zu sehen bekommen – die Informationsblase​1​, in der wir uns befinden, platzt nicht.

Aber wer kontrolliert diesen Informationsfluss? Wer filtert, kategorisiert oder zensiert?

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12.11. Datendada (Wien)

Talks & Events - 10 October, 2016 - 16:26

Vortrag, Diskussion und Live-Performance. Mit Christiane Frohmann, Felix Stalder und Sarah Berger

Ort: Kunstraum Damani, Zollergasse 15, Wien. 19.00h
http://www.damani.at/

Datendada heißt: die digitalen Medien gegen den Strich spielen. »Codepoesie reißt algorithmengesteuert Worte, Bilder und Klänge aus dem Zusammenhang und versetzt sie in neue Kontexte und Konstellationen. So werden gewohnte bis gewöhnliche ideelle Inhalte zu potenziellen mentalen Störenfrieden, wirken als Datendada.« Im Jubiläumsjahr haben Digital-Theoretikerin Christiane Frohmann und Gesa Schneider vom Literaturhaus Zürich die europäischen Dada-Metropolen Zürich, Wien und Berlin in Gestalt einer RL&Skype-Lesungsreihe zum Thema Datendada wieder verbunden. In Wien findet nun die letzte Veranstaltung, Datendada_3/3, statt. Ging es in Zürich (1/3) um Datendada als antibesorgtbürgerliche Strategie und in Berlin (2/3) um bewusstes im Gegensatz zu emergierendem Datendada, wird in Wien nun danach gefragt, ob auch Internettrolle zum Datendada gerechnet werden müssten, schließlich reklamieren manche von ihnen für sich, mittels von Bots Troll-Kunst zu produzieren.

Einleitend stellt Christiane Frohmann das Konzept von Datendada vor und fasst die Thesen und Erkenntnisse der Veranstaltungen in Zürich und Berlin zusammen, um dann ihre Gedanken zur Möglichkeit einer dunklen Seite von Datendada zu formulieren. Felix Stalder, Professor für Digitale Kultur und Theorien der Vernetzung an der Zürcher Hochschule der Künste, diskutiert diese Thesen mit Frohmann und ordnet sie in den breiteren Rahmen digitaler Kultur ein. Autorin Sarah Berger reagiert in einer Live-Performance poetisch auf ihre Erfahrung bot-gestützten Getrolltwerdens im Netz.

22.10. Datenspuren, 2016 (Dresden)

Talks & Events - 9 October, 2016 - 12:05

Es freut mich sehr, bei der diesjährigen Ausgabe der Datenspuren (22/23.10.), dem Kongress des Chaos Computer Club Dresden, den Eröffnungsvortrag halten zu können.

Abstract:

"Jenseits der Privatesphäre. Neue Formen der Autonomie"

Eines der wesentlichen Merkmale der "Gutenberg Galaxis" (McLuhan) war die Spannung zwischen den gegensätzlichen, aber gemeinsam das Feld des politischen Handelns strukturierenden Dynamiken: zentrale (staatliche) Planung/Kontrolle auf der einen Seite und Autonomie des Individuums auf der anderen. Ersteres wurde angetrieben durch die Herausbildung hierarchischer Bürokratien als Organisationsform des kollektiven Handelns letzteres durch die Herausbildung des (männlich-weißen) Bürgers als politisches Subjekt. Das Konzept der Privatsphäre spielte dabei eine wesentliche Rolle, um das Verhältnis zwischen diesen beiden Dynamiken auszutarieren und in der demokratischen Öffentlichkeit zu verhandeln.

Heute erleben wir, wie diese Struktur auseinanderbricht. Sowohl die Formen der instutioneller Kontrolle wie auch die Subjektivierungsweisen politischer Akteure verändern sich. In Folge kann das klassische Konzept der Privatsphäre wesentliche Aspekte seiner politischen Funktion nicht mehr erfüllen. Das „Ende der Privatsphäre“ verweist in diesem Sinne auf eine doppelte Transformation hin. Zum einen, wie Menschen versuchen, Autonomie zu erreichen zum anderen, wie Kontrolle ihr Leben durchzieht.

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